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Baumateriallager soll bis 2019 genutzt werden

Baumateriallager soll bis 2019 genutzt werden

Bürger stört der Lkw-Verkehr am Eselspfad. CDU und SPD reagieren.

Neuss. Wer auf dem Rundwanderweg A 4 des Eifelvereins unterwegs ist, kommt am Eselspfad an einem Baustofflager vorbei. Das liegt da schon lange und recht gut „versteckt“, doch jetzt ist es zum Stein des Anstoßes für die Bürger geworden. Denn was als Basis für die Zeit der Preußenstraßen-Sanierung gedacht war, wird nach deren Fertigstellung einfach weiter benutzt. Die Folge: Noch immer rumpeln täglich bis zu 50 Lastwagen durch die Preußenstraße.

„Die Bürger des Viertels beschweren sich zurecht darüber“, betont der CDU-Stadtverordnete Dieter Welsink. Er hat herausgefunden, dass aktuell die Sanierung der Kanalstraße von diesem Materiallager aus bedient wird: „Gerade für eine solch lange anhaltenden Baumaßnahme, die noch bis mindestens zum Ende des Jahres andauert, muss eine andere Lösung gefunden werden.“ Leider habe es das Amt für Umwelt und Stadtgrün abgelehnt, einen provisorischen Bauhof, an der Kaiser-Friedrich-Straße zu genehmigen.

Auch der SPD-Stadtverordnete Sascha Karbowiak ist den Anwohnerbeschwerden nachgegangen und hat im Rathaus erfahren, dass der Pachtvertrag, den das Bauunternehmen mit einem Landwirt verhandelt hat, gerade erst bis 2019 verlängert worden ist. Karbowiak zeigt sich dennoch zuversichtlich, dass eine für alle Seiten verträgliche Lösung gefunden werden kann. Die Verwaltung habe zugesagt, mit dem Unternehmen Kontakt aufzunehmen und mögliche Alternativstandorte zu prüfen, sagt Karbowiak.

„Erhebliche Baustellenverkehre werden in den kommenden Jahren in Neuss keine Ausnahme, sondern die Regel sein“, erklärt der Bauausschussvorsitzende Sven Schümann (CDU). Vor dem Hintergrund vieler anstehender Baustellen im Stadtgebiet sehe es die CDU-Fraktion als notwendig an, dass Baustellenverkehre nicht noch zu einer zusätzlichen Belastung auf den Straßen werden. Das sei auch zur Luftreinhaltung wichtig. Schümann: „Bauhöfe und Lagerplätze müssen dort angesiedelt werden, wo sie gebraucht werden.“ -nau