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Bankraub in Zons — und das Publikum ist begeistert

Bankraub in Zons — und das Publikum ist begeistert

Die Komödie „Dat Jeld is em Emmer“ steckt voller Lokalkolorit. Die Premiere war ein Erfolg.

Zons. Zuschauen, lachen und applaudieren — dieser Dreiklang fiel dem Premieren-Publikum in der ausverkauften Nordhalle am Mittwochabend nicht schwer. Denn der Schwank „Dat Jeld is em Emmer“ mit vielen Verwicklungen und Situationskomik wurde von der Theatergruppe der Kultur- und Heimatfreunde Stadt Zons charmant und voller Spielfreude aufgeführt.

Mehrmals mussten die Laien-Schauspieler wegen lauter Lacher und Szenenapplaus ihre Darbietung unterbrechen. Ein unterhaltsamer Abend mit viel Lokalkolorit — die erste von insgesamt sechs Vorstellungen, die die Theatergruppe in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Mundartarchiv Ludwig Soumagne aufführt. Auch Vorsitzende Angelika Dappen lobte den Einsatz: „Das Engagement ist hoch.“

Nicht nur die Zonser Skyline beim Blick aus dem Fenster machte den Reiz der Aufführung aus, die unter der bewährten Regie von Hans Uhr stand. Ob Rewe, St. Martinus, die Bäckerei Kraus bei der VR Bank — Zonser Bezüge wurden immer wieder eingestreut.

Doch das Beste waren die Schauspieler, die mit vollem Körpereinsatz in ihre Rollen geschlüpft waren: Ohne Hemmungen und mit gutem Timing verlieh Maria Graf ihrer Figur als neugierige, aber sympathische Nachbarin Hildegard Schnatter Wucht. Herrlich überzeichnet gab Anita Hoffmann die fast taube Oma Schafsbüggel, die auch ohne Brille den Durchblick fürs Wesentliche hatte. Denn alles drehte sich um einen Bankraub und das Geld, das sie fast wortwörtlich verheizt hätte.

Großartig auch das Zusammenspiel von Michael Kaspers als eher faulem Mattes Schafsbüggel, der nach durchzechter Nacht mit Gedächtnislücken aufwacht und unverhofft Geld im Wohnzimmer findet, mit seinem Kumpel Reinhard Spitzer als Fritz Höhnerbach, den ein blaues Auge und ausgeschlagene Zähne in Zusammenhang mit dem Raub bringen. Wie beide versuchen, das Geld zu verstecken und alles vor Mattes Familie zu verheimlichen, macht Spaß beim Zusehen. Stark auch Christa Stumps als Mattes Frau Gertrud Schafsbüggel, die hinter die Heimlichtuerei kommen möchte.

Ebenfalls bestens aufgelegt: Anja Wingerath als quirlige Tochter Ulrike und Guido Schenk als ihr — der Familie bisher unbekannte — Freund Werner Ziegler, der als korrekter Kriminalkommissar gerade diesen Raub in Zons aufklären soll. Mehr soll hier nicht verraten werden, schließlich gibt es noch vier weitere Vorstellungen — täglich bis Montag, 23. April, jeweils um 19.30 Uhr (Aufführungen ausverkauft).

Die Reaktionen nach der Premieren-Vorstellung waren positiv, was sich nicht nur am Beifall zeigte. So sagte Schirmherr Dirk Brügge: „Ich habe lange schon nicht mehr so gelacht wie heute Abend.“ Auch anderen Gästen hat der Auftritt gefallen: „Ich finde es super, was hier auf die Beine gestellt wird. Es hat viel Spaß gemacht“, sagte Nadine Block.