Bahn stellt Ticketverkauf im Zug ein

Bahn stellt Ticketverkauf im Zug ein

Es wird auf die funktionierenden Automaten an den Gleisen verwiesen.

Kaarst. Die Regiobahn hat seit gestern die Fahrkartenautomaten in den Fahrzeugen endgültig außer Betrieb genommen, nachdem nunmehr die Automaten an allen acht Stationen der Regiobahn über einen längeren Zeitraum betriebsbereit gelaufen sind und auch das äußere Erscheinungsbild durch den neuen Betreiber DB Vertrieb aufgebessert wurde. Dazu zählen auch die Haltestellen Ikea Kaarst, Kaarst Mitte/Holzbüttgen, Kaarster Bahnhof und Kaarster See.

Kunden müssen jetzt also vor Antritt der Fahrt die Fahrscheine lösen, die Fahrkarten können aber bis zur Installation von Entwertern auf den Bahnsteigen in den Fahrzeugen der S 28 an den dort verbauten Entwertern „geknipst“ werden. Diese Umstellung begründen Regiobahn und VRR damit, neue Leistungen anbieten zu wollen, da die technischen Möglichkeiten der Automaten in den Fahrzeugen nicht mehr dem Stand der Technik entsprächen. Hierzu zählen beispielsweise fehlende alternative Bezahlsysteme und ein eingeschränktes Fahrkartensortiment. Hinzu kommt, dass spätestens ab Dezember 2019 der Vertrieb von Fahrkarten vom VRR organisiert und ein Verkauf von Fahrkarten in den Zügen nicht mehr angeboten wird. Aktuell notwendige Investitionen in die Technik der Fahrkartenautomaten seien aufgrund dieses Systemwechsels unwirtschaftlich, heißt es seitens der Regiobahn.

Die Automaten, die von DB Vertrieb betrieben werden, bieten folgenden neuen Service: Fahrkarten für Nah- und Fernverkehr können an den Automaten gelöst werden. Fahrplanauskünfte können eingeholt und ausgedruckt werden. Bezahlen ist mit Münzen, Banknoten, EC-Karte und Kreditkarte möglich. Der Automat ist in mehreren Sprachen bedienbar. Vorab reservierte Tickets können am Automaten ausgedruckt werden. Registrierte Bahn-Card Inhaber können mit der Bahn-Card über Lastschriftverfahren die Fahrkarten am Automaten bezahlen. Red

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