Architekten stellen erste Pläne für das Alexianer-Gelände vor

Architekten stellen erste Pläne für das Alexianer-Gelände vor

Häuser und Wohnungen vor allem für junge Familien sollen dort entstehen. Jetzt geht es an die Feinabstimmung.

Neuss. Politik und Verwaltung betonen unisono, dass Neuss für junge Familien attraktiver werden soll. Mit den jetzt bei einer Preisgerichtssitzung vorgestellten Plänen für das Alexianer-Areal scheinen die Verantwortlichen ernst zu machen mit ihrem Vorhaben. Preisgünstig und innovativ soll es werden — und gleichzeitig städtebauliche Akzente setzen.

„Eine gute Sitzung mit vielen gelungenen Vorschlägen“, fasst Frank Lubig, Vorstandsvorsitzender des Bauvereins, zusammen. Der Bauverein hatte jüngst einen Architektenwettbewerb ausgerufen, um Ideen für die vier Bereiche des Geländes zu entwickeln.

Auf dem sogenannten Baufeld C2, das am Berghäuschensweg im Bereich des neuen Eingangs zum Baugebiet liegt, sieht der städtebauliche Entwurf unter anderem eine sechsgeschossige Bebauung vor. Das Baufeld ist größtenteils für den öffentlich-geförderten Wohnungsbau vorgesehen, darüber hinaus ist im Erdgeschoss eine neue Kindertagesstätte geplant. Auch dadurch soll die Attraktivität für junge Familien gesteigert werden.

Für den Süd-Westen des Plangebietes sind überwiegend Eigentumswohnungen vorgesehen. Darüber hinaus soll in diesem Zusammenhang auch ein neuer öffentlicher Platz ausgearbeitet werden.

Doch auf zwei der vier Teilflächen gibt es offenbar noch Abstimmungsbedarf. „Die Entwürfe der Architekturbüros waren zwar spannend, aber sie müssen nochmals überarbeitet und dann erneut vorgestellt werden“, kündigt Lubig an.

Für Begeisterung und große Zustimmung sorgten jedoch die letztendlichen Sieger-Pläne für das Baugebiet H1. Die Entwürfe für die dort geplanten Doppelhaushälften und Reihenhäuser stammen aus der Feder des Rotterdamer Architekturbüros Döll. Den Planern gelinge es, mit einem klaren städtebaulichen Gerüst Räume mit hoher Qualität zu schaffen, heißt es in der Begründung der Preisrichter. Die Häuser sollen so positioniert werden, dass genug Platz sowohl für Stellplätze als auch für gemeinschaftlich nutzbare Flächen entsteht.

„Die Idee ist wirklich sehr gut angekommen“, sagt der SPD-Stadtverordnete Sascha Karbowiak, der an der Preisgerichtssitzung teilnahm. Ebenfalls vor Ort war Ingrid Schäfer (CDU), die betont, wie schwierig es für die Architekten gewesen ist, mit den niedrigen vorgesehenen Kosten klarzukommen. Das neue Wohnangebot soll schließlich nicht nur ansehnlich und innovativ, sondern auch günstig sein.

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