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„Alte Feuerwache“ wird Teil der städtischen Jugendarbeit

„Alte Feuerwache“ wird Teil der städtischen Jugendarbeit

Der Verein und die Stadt Grevenbroich unterzeichneten gestern eine Vereinbarung.

Grevenbroich. Die Stadt Grevenbroich hat seit gestern in der Jugendarbeit einen neuen Partner — den Verein „Alte Feuerwache“. Die Ehrenamtler um den Vorsitzenden Lukas Netzer wollen Veranstaltungen und auch Bildungsangebote speziell für Jugendliche organisieren und den Saal in der Alten Feuerwache mehr mit Leben füllen. Gestern unterzeichnete die Stadt mit dem neuen Träger der freien Jugendhilfe eine zunächst bis Jahresende befristete Vereinbarung. Mit 11 500 Euro unterstützt die Stadt die Arbeit des Vereins, die sich keineswegs nur auf den Gebäudekomplex der Alten Feuerwache beschränkt. Aufgabe ist die Förderung der Jugend, Freizeit und Kultur in Grevenbroich und Umgebung.

„Die Alte Feuerwache ist seit Jahren Sitz vieler Einrichtungen der Jugendhilfe. Im vergangenen Jahr haben wir das Konzept erweitert, wir wollen unter dem gut eingeführten Label ,Alte Feuerwache’ die Jugendarbeit stärken“, erklärt Stadtjugendpfleger Christian Abels.

Mit dem neuen Stadtjugendring wurde bereits ein Netzwerk der Jugendverbände geschaffen. „Außerdem wollen wir das Ehrenamt einbinden und mehr Veranstaltungen in den Saal bringen“, erläutert Abels.

„Der neue Verein bedeutet eine wichtige Ausweitung unserer präventiven Jugendarbeit und schließt eine Lücke“, betont der Erste Beigeordnete Michael Heesch. Die Ehrenamtler machten Angebote möglich, die mit hauptamtlichen Kräften allein nicht zu bewältigen wären.

Vereinsvorsitzender Lukas Netzer aus Wevelinghoven ist 21 Jahre alt, Geschäftsführerin Ricarda Bohlen aus Grevenbroich ebenso. Der Verein hat bislang rund 30 Mitglieder, der „harte Kern“ umfasst zehn bis 15 Menschen zwischen 16 und 25 Jahren. Bislang haben sie eine Veranstaltung für junge Wähler zur Landtagswahl organisiert und für die Zukunft haben sie sich viel vorgenommen. Zu den Ideen zählen Anti-Aggressionstraining und Gruppenleiterschulungen ebenso wie Kabarett- und Comedy-Abende, ein Band-Contest, um jungen Musikern ein Forum zu bieten, oder „ein Open-Air-Kino. Dafür bietet sich die Alte Feuerwache geradezu an“, sagt Lukas Netzer. Konkreter geplant ist bereits eine 90er-Jahre-Party. Für den Spätsommer in Planung ist ein „Sports-Day“, bei dem die Besucher beispielsweise Bogenschießen oder einen Hochseilgarten ausprobieren können, sowie für Sommer nächsten Jahres ein Europa-Camp.

Jugendliche aus der niederländischen Partnerkommune Peel-en-Maas und aus Grevenbroich sollen sich, wie Netzer sagt, dabei zwei Tage in Workshops zu Europa treffen. Zum Abschluss ist ein für alle offenes Europa-Festival geplant. „Oft sagen Jugendliche, dass in Grevenbroich nichts los sei. Das stimmt nicht, hier gibt es einiges — aber es ist vielen nicht bekannt. Da ist mehr Öffentlichkeitsarbeit nötig“, erklärt Stadtjugendpfleger Christian Abels.