Aldegundispark eingeweiht

Schon zwei Drittel der Eigenheime für die Generation 55plus in Büttgen sind vergeben.

Kaarst. Der Aldegundispark mit seinen altersgerechten Wohnungen ist weitestgehend fertiggestellt. Es fehlen nur noch einige Bepflanzungen, und die Bocciabahn muss angelegt werden. Im Rahmen eines Nachbarschaftsfestes weihte Bürgermeister Franz-Josef Moormann die Siedlung ein. Sie befindet sich an der neu benannten Benediktusstraße. Lediglich die Bewohner eines der sechs Häuser werden ihre Post an den Arnold-Möllmann-Weg adressiert bekommen.

Auf dem früheren Parkgelände hat der Bauträger, die Gert Lichius GmbH, 48 Wohnungen mit zwei oder drei Zimmern gebaut. In unterschiedlichsten Grundrissen wird eine Wohnfläche zwischen 60 und 90 Quadratmetern angeboten. Obwohl am Samstag der Aldegundispark offiziell eingeweiht wurde, sind bereits zwei Drittel der in zartrosa und gelb gestrichenen Eigenheime bewohnt, nur noch sechs stehen zum Verkauf.

"Angesprochen sind Menschen der Generation 55 plus. Zurzeit sind die Eigentümer aber deutlich älter", sagt Juniorchef Guido Lichius. Aufzüge, extrabreite Türen und ein ebenerdiger Zugang zur Dusche bieten ein barrierefreies Wohnen.

Die Erdgeschosswohnungen verfügen über eine Terrasse mit kleinem Garten, alle weiteren besitzen einen großen Balkon oder eine Dachterrasse. In einem Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile können die Nachbarn zusammenkommen, um zum Beispiel Geburtstage zu feiern oder Karten zu spielen.

Ursula und Josef Küster sind Anfang des Jahres im Aldegundispark eingezogen. Sie haben sich für ein Zwei-Zimmer-Appartement mit 64 Quadratmetern entschieden. "Wir haben 39 Jahre in Vorst gewohnt. Es war ein schwerer Schritt, unser Haus zu verkaufen", sagt Ursula Köster. Doch das Ehepaar konnte sich nicht mehr um die Pflege von Haus und Garten kümmern.

Jetzt fühlen sich die beiden 75-Jährigen in ihrem neuen Heim wohl. Der große Balkon ist inzwischen ihr zweites Zuhause. "In unserem Haus hat sich eine wunderbare Gemeinschaft gebildet", so Ursula Köster.

"Die Letzten, die eingezogen sind, haben alle Nachbarn zum Kaffee eingeladen. Wenn wir in den Urlaub fahren, kann ich meiner Nachbarin ohne Bedenken den Wohnungsschlüssel geben." Die Kösters wohnen in Hausnummer zwei. Doch die meisten Anwohner können ihre Nachbarn nur einem Projektnamen zuordnen.

So wohnen Kösters in Haus A. Das stand beim Nachbarschaftsfest auch auf ihrem Namensschild, das sie um den Hals trugen. Bei Jazzmusik der Band Muckefuck und Erbsensuppe konnten sich die Bewohner der einzelnen Häuser nun besser kennenlernen.

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