Das erste Wochenende der Winterwelt : Die Winterwelt ist längst etabliert

Was 2004 noch ein Experiment war, erfreut jetzt alle Meerbuscher: Zum 15. Mal wurde die Winterwelt eröffnet.

Als Klaus Unterwainig 2004 die Meerbuscher Winterwelt zum ersten Mal veranstaltete, hatte er große Angst, dass etwas schief gehen würde. „Die ersten zwei Jahre waren finanziell ziemlich hart“, gesteht der Gastronom. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Heute, 15 Jahre später, kann sich kaum ein Meerbuscher die Vorweihnachtszeit ohne die Winterwelt vorstellen.

Vor allem für Kinder gibt es ein abwechslungsreiches Programm. Besonders die Eisbahn in der Mitte des Platzes zieht sie an. „Die Kinder sind hier zu Hause,“ sagt Unterwainig. Doch auch für die Erwachsenen ist der Markt ein beliebter Treffpunkt, um in Vorweihnachtsstimmung zu kommen.

Für die Schausteller ist die familiäre Stimmung Hauptgrund dafür, dass sie seit Jahren dabei sind. Hiltrud König beispielsweise ist seit Beginn an mit ihrem Reibekuchen-Stand vertreten. „Wir sind wie eine kleine Familie, jeder hilft jedem.“ In diesem Jahr führt ihre Schwiegertochter Gina Tröger erstmals das Gewerbe, denn König will sich zurückziehen. „Mein Gesicht zeigen muss ich aber trotzdem, die Leute wollen einen ja sehen,“ so die Rentnerin.

Auch Patrick und Nicole Bossle sind seit 15 Jahren Teil der Winterwelt-Familie. Angefangen haben sie mit einer Bude mit Crêpe-Ofen. Inzwischen haben sie vier Buden, an denen sie auch Waffeln und gebratene Mandeln anbieten. „Wir haben von Anfang an gemerkt, dass man sich hier was aufbauen kann“, so Patrick Bossle. Das Ehepaar hat viele Kinderstammkunden wachsen sehen. Auch ihr eigener Sohn, inzwischen zwölf Jahre, sei hier aufgewachsen.

In diesem Jahr zum ersten Mal dabei ist Svenja Graul mit ihrem Flammkuchen-Imbiss. Die Winterwelt ist ihr erster Weihnachtsmarkt. „Es läuft noch nicht so strukturiert wie bei anderen“, gibt Graul zu. Sie ist eine von insgesamt vier Neuzugängen. Premiere haben auch O’Donnell Moonshine, die Schnaps und Likör anbieten, die Drechsler-Manufaktur Honert und ein Massagestand. Eine andere Bude bietet Wollsocken und Hausschuhe an.

Damit am Ende alles steht, haben 20 Helfer zwei Wochen lang gearbeitet. „Vor allem die Zusammenarbeit mit den städtischen Betrieben lief problemlos“, lobt Unterwainig. Zudem sei es fantastisch wie die Anwohner mit der Situation umgingen. „Büderich ist eine tolle Stadt, und dafür geben wir hier unser Bestes.“ Das gesamte Winterwelt-Programm im Überblick:

Stände

Die 16 Stände haben nicht nur Glühwein, Crêpe, Reibekuchen, Leberkäse, Grünkohl oder Bratwurst, sondern auch Handwerk im Angebot. Zudem ist das Kinderhilfswerk Unicef wieder mit einem Stand vertreten und verkauft Weihnachtskarten.

Eisbahn

Die 1500 Quadratmeter große Eisfläche ist das Herzstück der Winterwelt. Benutzt man zwei Stunden die Bahn, kostet das drei Euro, Schlittschuhe leihen vier Euro. Die Bahn ist von Montag bis Freitag von 12 bis 21 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 11 bis 21 Uhr. Schulklassen können die Eisbahn wochentags von 10 bis 12 und von 12 bis 14 Uhr kostenlos benutzen. Für das Eishockeyturnier werden noch zwei Mannschaften gesucht. Anmeldung per E-Mail an Rolf Rosenkranz, rosenkranz@unitybox.de. Gespielt wird dienstags um 19 Uhr.

Kinderprogramm 

Zusätzlich zum natürlich täglich geöffneten  Kinderkarussell wird es neun Lesungen mit Wolfgang „Krumi“ Krumnacker im amerikanischen gelben Schulbus geben. Im Basti-Bus können Kinder unter Anleitung basteln. An den Adventssonntagen wird zudem ein kostenloses Kinderschminken angeboten. Am Donnerstags gibt es zudem ein Kasperletheater.

Überraschung

Zum Jubiläum hat sich Klaus Unterwainig Überraschungen überlegt, die er präsentieren möchte. Den Anfang machte zur Eröffnung das Stelzentheater aus Zülpich.

Öffnungszeiten

Die Winterwelt bleibt bis zum 1. Januar geöffnet. Von Montag bis Donnerstag können Besucher von 12 bis 21 Uhr über den Marktplatz streifen. Die Hütte bleibt bis 22 Uhr geöffnet. Von Freitag bis Samstag ist die Winterwelt bis 0 Uhr offen, an Silvester wird bis 2 Uhr gefeiert. Am Totensonntag, 24.11, ist erst ab 17 Uhr geöffnet. Am 24. und 25. Dezember bleiben die Buden geschlossen.

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