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V8-Freunde beweisen in Ilverich ein großes Herz

V8-Freunde beweisen in Ilverich ein großes Herz

Friedliches Fest mit alten Harley Davidson und V8-Schlitten auf der Dorfwiese. Erlös wird gespendet.

Ilverich. Das 2. US-Car- und Harley-Treffen in Ilverich war ein großer Erfolg. „Wir sind total froh über den Erfolg der Veranstaltung im Herzen von Meerbusch — in Ilverich“, sagte Michael Maaßen, Vorsitzender der V8-Freunde Meerbusch, zufrieden.

Rund 1000 Besucher bestaunten am Samstag und am Sonntag rund 150 Autos und 50 Harley-Davidson-Motorräder auf der Dorfwiese.

Der Meerbuscher Verein, der seit mehr als 30 Jahren die Liebe zu amerikanischen Autos und Motorrädern kultiviert, zeigte brandneue Pick-Ups und die in Hollywood zu Filmruhm gekommenen Ford Mustangs aus den 60ern sowie einen Cadillac Deville Convertible (Cabrio) aus dem Jahr 1955, Liebhaberpreis rund 80 000 Euro.

Aber es geht natürlich auch günstiger: „Wer eine Scheune oder Garage, zwei geschickte Hände und genug Zeit hat, findet schon für 3000 bis 4000 Euro ein amerikanisches Auto in Deutschland, das erhaltenswert ist“, betonte Michael Maaßen.

Die Achtzylinder-Freunde zeigten sich auch tolerant gegenüber „nichtamerikanischen Autos“. Selbst ein Opel Kapitän und ein VW-Käfer finden Einlass auf dem Gelände. „Wir sind da sehr offen — Hauptsache, ein historisches Fahrzeug“, unterstrich der Vorsitzende lächelnd.

Stilecht gab es Grillgut aus einem amerikanischem Smoker und Livemusik von zwei Bands. Besonders stolz war der Verein, dass sich rund 30 Helfer ehrenamtlich für die gute Sache einsetzten.

Der Reinerlös soll für das geplante Jugend-Café im alten Osterather Güterbahnhof gespendet werden. Letztes Jahr waren die fast 3000 Euro der Premierenveranstaltung in Neuss der Bürgerstiftung zugute gekommen, um sozial benachteiligten Kindern ein Mittagessen zu ermöglichen.

Angetan von der Veranstaltung zeigte sich auch Bürgermeister Dieter Spindler, der es sich nicht nehmen ließ und am Eröffnungstag auf einer 500er Harley aus dem Jahre 1929 einen „Proberitt“ riskierte. Er machte auf der „Baby-Harley“ eine gute Figur — auch wenn der Motor nicht gestartet wurde.