Unternehmen geben Schülern Einblick in die Berufswelt

Unternehmen geben Schülern Einblick in die Berufswelt

Am 30. Juni öffnen Firmen aus Meerbusch und dem Rhein-Kreis ihre Türen im Rahmen der Aktion „Check in“.

Zum siebten Mal organisieren 19 Initiatoren aus der Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss, in Krefeld und im Kreis Viersen unter Federführung der IHK Mittlerer Niederrhein die „Check In Berufswelt“ für Schüler der Jahrgangsstufen neun bis 13. Zwei Wochen vor den Sommerferien öffnen Unternehmen einen Nachmittag lang ihre Türen für interessierte Jugendliche, die sich vor Ort umfassend und praxisnah informieren können.

„Im vergangenen Jahr haben wir 4500 Schüler erreicht. 239 Unternehmen im IHK-Bezirk haben teilgenommen“, sagt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer. Ihn freut das gute Ergebnis, aber er ist auch der Meinung: „Ein bisschen mehr kann nicht schaden.“ Und so ist das erklärte Ziel in diesem Jahr, die Marke von 5000 Schülern zu knacken.

„Unternehmen sehen zunehmend die Notwendigkeit, Jugendliche möglichst früh in ihren Betrieb zu holen. Mit der Teilnahme an dieser Aktion haben sie die Möglichkeit, mit wenig finanziellem Aufwand große Aufmerksamkeit zu bekommen“, erklärt Frank Lorenz, Leiter des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung und stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK.

Einen doppelten Effekt erzielten Unternehmen, wenn sie die Aktion „Check In“ mit dem Schnuppertag für Achtklässler verbinden. Im Rahmen des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ soll diesen Schülern vormittags in Kurzzeitpraktika ein erster Hinweis auf einen möglichen Beruf gegeben werden. „Idealerweise besuchen vormittags die Achtklässler die Unternehmen, bevor nachmittags die älteren Schüler kommen“, sagt Thomas Feldges, Leiter des „Check In“-Organisationsbüros und betont: „Es gibt keinen Wettbewerb zwischen beiden Aktionen. Es ist eine Ergänzung.“

Gesicht der Kampagne „Check In“ 2016 ist Eva Kamp. Die 19-Jährige macht derzeit eine duale Ausbildung bei Cargill in Krefeld. Die angehende Fachkraft für Lebensmitteltechnik studiert gleichzeitig an der Hochschule Niederrhein Verfahrenstechnik. „Es wäre schön, wenn die Schüler in den Betrieben auf Augenhöhe von Auszubildenden informiert würden“, sagt Steinmetz.

Die Bewerbungsfrist für Unternehmen läuft noch bis zum 15. April. Um den Schülern die Anreise zu erleichtern, kann in Einzelfällen auch über einen Shuttle-Service nachgedacht werden. Melden können sich auch noch interessierte Schulen.

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