Sporthalle als Dauerbaustelle

Sporthalle als Dauerbaustelle

Das Dach hält Regen und Wind nicht stand. Neue Schwachstellen.

Lank. Am Wochenende war es mal wieder soweit: In der Forstenberg-Halle tröpfelte es auf den Boden, die Handball-Spiele der Oberliga-Damen sowie der zweiten Herren von Treudeutsch Lank konnten nicht angepfiffen werden.

„Die Schiedsrichter haben in beiden Fällen direkt abgewunken“, erzählt Lanks Pressewart Klaus Trautmann. „Gesundheitsgefährdend“, so habe ihr Urteil gelautet. „Wenn das Wasser wenigstens irgendwo am Rand runterkommen würde. Aber es sammelt sich fast immer mitten auf dem Spielfeld, dieses Mal direkt an einem der Wurfkreise“, sagt Trautmann.

Das stets undichte Dach der vor fast 20 Jahren gebauten Forstenberg-Halle sei ein Dauerärgernis, das die Stadt nicht in den Griff bekomme.

„Da waren schon so oft Dachdecker oben, ich weiß auch nicht, wie man dieses Problem dauerhaft beseitigen soll“, sagt Claus Klein, Fachbereichsleiter beim Service Immobilien, ratlos. Wenn der Wind kräftig blase und gleichzeitig starke Regen- oder Schneefälle zu verzeichnen seien, würden Lecks in der ungewöhnlichen Dachkonstruktion mit den Giebeln aus Zinkblech auftreten.

„Und es sind immer andere Stellen“, sagt Klein achselzuckend. „Natürlich kontrollieren wir das Dach jedes Mal vor der Winterperiode, aber das hilft letztlich auch nichts“, sagt der Fachmann.

Auch im Vorjahr tropfte es nach den heftigen Schneefällen aufs Spielfeld. Damals wurden die Lanker Handballer selbst aktiv und deckten das Loch mit einer Folie ab. „Ich habe spaßeshalber schon mal die Idee ins Spiel gebracht, innerhalb der Halle eine Art Regenrinnen-System zu installieren, so dass man das Wasser kontrolliert ableiten kann“, erzählt Trautmann mäßig amüsiert. „Das ist natürlich nur Galgenhumor.“

Denn auch sportlich sind die vielen ausgefallenen Spiele für den Verein ein Ärgernis. „Der Terminkalender ist voll, da gibt es kaum Ausweichmöglichkeiten, so dass mangels Alternative meist Trainingsabende genommen werden“, sagt Trautmann.

Dies sei für eine Mannschaft wie die Bergischen Panther, die am Samstag vergeblich von Burscheid nach Lank gereist waren, wegen der großen Entfernung nicht gerade ideal.

Nicht auszudenken, wenn das Lanker Damenteam seinen Siegeszug aus der Hinrunde fortsetzen und womöglich in die 3. Liga aufsteigen sollte. „Dann ist nicht mehr der Westdeutsche Handballverband, sondern der Deutsche Handball-Bund zuständig. Und der spricht bei Spielabsagen wegen Schäden in einer Halle saftige Strafen aus“, berichtet der Pressewart.

Bleibt zu hoffen, dass das Hallendach bis zum nächsten Wochenende, wenn Senioren- und Jugend-Handballspiele anstehen, einmal mehr provisorisch geflickt werden kann.

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