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Sonntag kommen die ersten Badegäste ins "Meerbad"

Sonntag kommen die ersten Badegäste ins "Meerbad"

Endspurt: Die letzten Tests und Arbeiten im neuen Bad laufen, das Meerbad steht kurz vor der Eröffnung.

Meerbusch. Der erste Wassertest ist bestanden. Rettungsschwimmer der DLRG planschten mit großem Vergnügen im neuen Becken des Meerbads und sorgten vor allem für eine große Welle. Denn so sollte am Donnerstagabend getestet werden, ob die Schwallwasserbehälter alles aufnehmen. Das aber war nur die Vorhut: „Wenn dann erst mal komplette Schulklassen auf einmal ins Wasser springen, müssen diese Behälter schon was aushalten“, erklärt Claus Klein, Leiter Service Immobilien.

Dieser Test war nur einer von vielen, den alle, die am sieben Million Euro teuren Umbau des Hallenbades beteiligt sind, in den letzten Tagen, Wochen und Monaten gemacht haben. Vor allem in den letzten Tagen: Denn es herrscht Endspurt-Stimmung im Hallenbad, das ab sofort „Meerbad“ heißt — jetzt auch mit offiziellem Beschluss der Rats-Politiker von Donnerstagabend.

Wie immer kurz vor Neueröffnungen ist die Stimmung auch auf dieser Baustelle angespannt. „Ich habe gestern bis Mitternacht durchgearbeitet“, so ein Elektriker aber immer noch gut gelaunt. Freitagmittag sah es noch ein wenig chaotisch auf dem Gelände aus. „Aber das legt sich“, weiß Claus Klein. „Das ist ja immer so. Und hier verändert sich grad jede Stunde irgendwas.“

Gerade sei die Schwimmbad-Decke zum Teil noch offen gewesen und hätten noch keine Lampen gehangen — „und eine Stunde später hängen sie und ist die Decke auch schon wieder geschlossen“, beschreibt er das „Phänomen Heinzelmännchen“.

Am Freitag wurden zum Beispiel die Roste an die Beckenränder von Kinderplanschbecken und großem Becken gelegt, wurde an der Außenfassade gearbeitet, wurden drinnen noch Kabel und Leitungen verlegt und ein 9 x 2,80 Meter großes Bild an die Eingangswand montiert. „Nur für den Übergang, das Richtige ist nicht fertig geworden“, so Klein.

Der Fünf-Meter-Turm und das Ein-Meter Sprungbrett sind zwar montiert, bei dem Brett fehlt aber noch eine Rolle für die Nachfederung. „Kommt nächste Woche.“ Klein weiß: „Wir brauchen sowieso noch 14 Tage, um alles einzufahren.“

Fertig werden auch die beiden Räume der Mieter links und rechts des Eingangs: zum einen das Friseurgeschäft Schäfer, zum anderen die Physiotherapie von Christoph Holterbosch.

Er und sein Team verfügen jetzt über zehn Behandlungskabinen und einen Fitnessraum und bieten außerdem Saunen für eigene Kunden und die Badegäste an. Beide Mieter hatten während der Umbauzeit alternative Räume — das Friseurteam in einem Container an der Straße, das Physio-Team in einem Ärztehaus in Büderich.

Für Hans-Georg Limper, der mitten in der hektischen Bauphase mit dem Rad angeradelt kommt, steht jedenfalls fest: „In diesem Bad habe ich 1967 schwimmen gelernt, und nächste Woche hole ich mir wieder eine Dauerkarte.“