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Regionalplan: Rat will sich gegen Wohngebiete aussprechen

Regionalplan : Rat will sich gegen Wohngebiete aussprechen

Bezirksregierung schlägt Flächen vor. Meerbuscher wollen Stadt nicht zersiedeln.

Die Bezirksregierung Düsseldorf will in Meerbusch weitere Siedlungsflächen ausweisen. Die entsprechenden Flächen hat sie in der „1. Änderung des Regionalplans“ unter dem Motto „Mehr Wohnbauland am Rhein“ vorgeschlagen. Das soll nicht bedeuten, dass dort tatsächlich gebaut wird. Die Zusatzflächen sollen lediglich zum Tausch sein. Heißt: Falls eine der bereits ausgewiesenen Flächen nicht umgesetzt werden kann, dienen die zusätzlichen Flächen als Alternative. Einige Areale sind im Rat der Stadt Meerbusch aber bereits durchgefallen. In der nächsten Sitzung (Donnerstag, 13. Februar, 17 Uhr, Städtisches Meerbusch-Gymnasium, Mönkesweg 58) stimmen die Ratsmitglieder über eine erneute Stellungnahme ab. Die erste Stellungnahme von September 2019 soll weiterhin gültig bleiben.

Das Schreiben, dem die Ratsmitglieder zustimmen sollen, macht deutlich, dass die Stadt Meerbusch zunächst ihre bereits bestehenden Flächenpotenziale entwickeln will, bevor Zusatzflächen ausgewiesen werden. Die Flächen zwischen Meerbuscher Straße und Mönkesweg sowie die Erweiterung Kamper Hof und die Fläche Krefelder Straße/ Hingstenweg sollen weiter abgelehnt werden. Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte diese Flächen in der Änderung des Regionalplans ausgewiesen.

Die Stadt Meerbusch würde bereits auf lokaler und regionaler Ebene einen „angemessenen Beitrag zur Bewältigung der Wohnraumversorgung“ leisten. Zuletzt hatten einige Meerbuscher Politiker die Nachbarn in Düsseldorf für das Problem verantwortlich gemacht: „Wir müssen die verkorkste Düsseldorfer Wohnungspolitik ausbaden“, sagte etwa Marc Becker (Die Linke/Piraten). Auch Joachim Quass (Grüne) bemängelte: „Es kann nicht sein, dass wir für Düsseldorf geradestehen müssen und unseren Markenkern – die Freiflächen zwischen den Ortsteilen – verballern.“ Andere warnten vor einem „fortschreitenden Siedlungsfraß“. Die Stadt solle „die Stadt im Grünen“ bleiben. ena