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Pastor-Jacobs-Schule Meerbusch gewinnt Walk to School

Schule in Meerbusch : Lank-Latumer Pastor-Jacobs-Schule gewinnt „Walk to school“

Die Lanker Grundschule erhält 400 Euro Preisgeld. Damit soll ein Teil der Schulhof-Erneuerung finanziert werden.

Weil heutzutage immer mehr Kinder mit dem Auto zur Schule chauffiert werden, haben die Verkehrssicherheitsberater der Polizei und das Schulamt für den Rhein-Kreis Neuss vor sieben Jahren die Aktion „Walk to school“ (deutsch: zu Fuß zur Schule) ins Leben gerufen. Mit sieben Schulen startete das Projekt im Jahr 2013; zuletzt machten 26 Schulen mit. In diesem Jahr hat die Pastor-Jacobs-Schule in Lank den ersten Platz gemacht und wurde nun ausgezeichnet.

Insgesamt 266 Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse hätten an der Aktion teilgenommen, erklärt Jens Päuser und fügt hinzu: „Mehr als 96 Prozent unserer Schüler waren zu Fuß unterwegs.“ Der Lehrer von Erstklässlern nahm die Auszeichnung von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke im Kreishaus Neuss für seine Schule entgegen. Gemeinsam mit Verkehrssicherheitsberaterin Daniela Luppus von der Kreispolizeibehörde sowie Stephan Vetten und Klaus Schirm von der Verkehrswacht Rhein-Kreis Neuss wurden alle teilnehmenden Schulen ausgezeichnet.

Verkehrserziehung findet
auch im Unterricht statt

In diesem Jahr sei die Verleihung Corona-bedingt anders als sonst gewesen – diesmal war nur je ein Vertreter der drei Gewinner anwesend. „Es waren keine zehn Leute im großen Saal. Sonst ist der immer gerammelt voll“, berichtet Päuser. Die Veranstaltung sei mit dem nötigen Abstand schnell vorbei gewesen, dennoch sei es nett gewesen. Für den ersten Platz gab es 400 Euro Preigeld. „Damit wollen wir unseren Schulhof verschönern und umgestalten“, sagt Päuser. Die Pastor-Jacobs-Schule an der Kemperallee in Lank hat seit Beginn der Aktion teilgenommen. Laurence Dietz, Lehrerin einer zweiten Klasse, organisiert die Teilnahme jährlich. „Für uns in Lank ist das Projekt einfacher umzusetzen als beispielsweise für Schulen in großen Städten“, weiß Päuser.

In den Wintermonaten November und Dezember, wenn es morgens noch dunkler ist, trainieren die Grundschüler, wie sie den morgendlichen Schulweg selbstständig bestreiten. Ergänzt wird die praktische Erfahrung durch Verkehrserziehung im Unterricht.

„,Walk to school’ ist ein Antrieb für die Kinder. Wenn sie einmal gewöhnt sind, zu Fuß zu laufen, behalten sie das bei“, sagt Päuser. Einige Erstklässler, die einen weiteren Weg zur Schule haben, wurden von den Eltern zu einem großen Parkplatz gefahren und nicht etwa wie sonst bis zur Schule. Von dort aus ging es dann zu Fuß weiter, sagt Päuser. Kinder aus Stratum etwa konnten auch mit dem Bus fahren und den Rest zu Fuß bis zur Schule gehen. Die stark befahrene Uerdinger Straße mit den vielen Lkw sei eine Herausforderung. „Wir haben mit dieser Aktion schon viel erreicht. Viele Kinder legen mittlerweile ihren Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zurück“, sagt auch Landrat Petrauschke. „Auf diese Weise entschärfen wir nicht nur die Verkehrssituation vor den Schulen, sondern unterstützen die Kinder auch dabei, sicher im Straßenverkehr unterwegs zu sein.“

Auch in diesem Jahr soll die Aktion weitergehen, um Staus und Gefahrenstellen vor den Schulen zu verhindern.