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Ostara-Gelände: Zentrales Archiv im Silo?

Ostara-Gelände: Zentrales Archiv im Silo?

Der Heimatkreis Lank denkt laut über ein stadtgeschichtliches Archiv auf dem ehemaligen Ostara-Gelände nach.

Meerbusch. Der Heimatkreis Lank rückt von dem Vorhaben, ein Heimatmuseum errichten zu wollen, keinen Deut ab. Nachdem die Stadt das ehemalige Verwaltungsgebäude an der Gonellastraße verkaufen wird — die Frist für die Abgabe der Gebote des Geländes rund um die Löwenburg endet am Dienstag — und das Wunschobjekt damit vom Tisch ist, hat der Vorsitzende Franz-Josef Radmacher ein neues Gebäude im Visier.

Es geht um der ehemalige Silo neben dem Alten Güterbahnhof.

Der Hintergrund: Die Kreisverwaltung bietet den Städten im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit Kooperationen im Bereich der Stadtarchive an. Das könnte auch eine Zusammenlegung bedeuten. Die kommt für den Heimatkreis-Vorsitzenden Radmacher in Bezug auf Meerbusch zwar nicht infrage, die angebotene Hilfestellung würde er aber nicht grundsätzlich ablehnen.

„Unser Heimatkreis-Archiv in der Pastor-Jacobs-Schule ist ebenso überfüllt wie das Stadtarchiv in Büderich. Ein zentrales stadtgeschichtliches Archiv, das dann aber hauptamtlich geführt werden müsste, könnte daher attraktiv sein.“

Möglicher Standort: das Silo-Gebäude in Osterath. Dort könnten auch heimatkundliche Exponate untergebracht werden, so Radmacher. „Man muss natürlich prüfen, ob die Statik mitspielt.“

Dezernentin Angelika Mielke-Westerlage kennt diese Überlegungen. Studenten der Fachhochschule Köln brüten momentan im Rahmen einer Semesterarbeit über einem möglichen Nutzungskonzept für der Silo. „Diese Idee kann man durchaus in Erwägung ziehen. Das alles ist aber noch in einer ganz frühen Prüfungsphase“, betont die Beigeordnete.

Ein anderes Gebäude, an dem der Heimatkreis hängt, wird im Mai abgerissen: die Alte Schule in Langst-Kierst.

Zum Abschied plant der Heimatkreis eine Demonstration. „Wir können den Abriss nicht mehr verhindern, wollen aber noch einmal nachdrücklich unterstreichen, wie schade es ist, dass so ein historisch bedeutsames Gebäude dem Erdboden gleichgemacht wird“, kündigt Geschäftsführer Franz-Josef Jürgens an.