Ohne Auto durch die Fastenzeit

BUND ermuntert zum Verzicht auf den eigenen Wagen.

Meerbusch. Am Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Wer bisher noch nicht weiß, auf was er in dieser Periode verzichten will, erhält vom BUND Meerbusch (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) einen Tipp: das Autofahren.

„Mit der Aktion Autofasten wollen wir einen Denkanstoß geben, das Auto öfter einmal stehen zu lassen und auf andere Fortbewegungsmittel umzusteigen“, erklärt Andrea Blaum, Vorsitzende der örtlichen BUND-Gruppe. Vom 17. März bis 13. April sollen die Bürger ihre alltäglichen Wege mit Bus, Bahn oder Fahrrad zurücklegen. „Kürzere Wege kann man auch ganz gut zu Fuß machen“, empfiehlt Blaum.

Ist das Auto nicht durch andere Verkehrsmittel zu ersetzen, könne man Fahrgemeinschaften bilden oder Sprit sparende Autos nutzen. „Die Aktion verbietet das Autofahren nicht“, unterstreicht sie. Doch Umwelt, Gesundheit und das Portemonnaie profitierten beim Verzicht.

„Es ist wichtig, dass man einfach einmal anfängt umzusteigen und persönliche Erfahrungen mit alternativen Fortbewegungsmitteln macht“, ergänzt Johanna Neumann, Klimaschutzbeauftragte der Stadt. In Meerbusch findet die von den Kirchen ins Leben gerufene Aktion zum ersten Mal statt. Um den persönlichen Einsatz für den Klimaschutz noch attraktiver zu machen, halten die Organisatoren vier Angebote bereit.

Am Samstag, 22. März, von 10 bis 14 Uhr, stellt das Autohaus Nauen in Osterath das neue Elektro-Auto „e-up“ vor. Am 29. März, lädt der ADFC Meerbusch ab 13 Uhr zu einer Familien-Fahrradtour rund um Meerbusch ein. Startpunkt ist der Schmitterhof in Strümp. Infos gibt es unter Telefon 02159/80355.

Anfang April stellt das Büdericher Autohaus Krüger und Schellenberg seine Hybrid-Modelle vor. Vom 3. bis 15. April verleiht die Stadt in Zusammenarbeit mit dem RWE für jeweils 24 Stunden zehn Elektrofahrräder. Eine Anmeldung unter 02150/91 61 47 ist unbedingt zu empfehlen .

„Leider hat es dieses Jahr noch nicht geklappt, die Rheinbahn einzubeziehen“, bedauert Blaum. In anderen Regionen erhalten Teilnehmer nämlich ein so genanntes „Fasten-Ticket“, mit dem sie verbilligt den ÖPNV nutzen können. Als Teilnehmer registrieren sollte man sich aber trotzdem, denn jeder, der mitmacht, kann an einer Verlosung teilnehmen, bei der Fahrräder und ÖPNV-Tickets als Preise winken.

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