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Ökumenetag: „Nicht nur bekannte Gesichter“

Ökumenetag: „Nicht nur bekannte Gesichter“

Gute Resonanz auf den Ökumenetag in Lank: Alle Angebote wurden von Teilnehmern genutzt. Kontrovers wurde über Christentum und Islam diskutiert.

Lank. „Der Ökumenetag in der Lanker Kreuzkirche war eine rundum gelungene Veranstaltung“, sagt Mit-Organisator Uwe Wehrspohn zufrieden. Rund 70 erwachsene Besucher setzten sich in zeitlich gestaffelten Themenrunden mit dem Christsein in der Gesellschaft auseinander. Jeweils rund 20 Interessierte hörten den Referaten über 65 Jahre Ökumene speziell auch in Lank oder der Geschichte der Lank-Latumer Schützenbruderschaft zu.

Keines der sehr unterschiedlichen Angebote sei mangels Teilnehmern ausgefallen, freut sich Wehrspohn. Kontrovers wurde über Christentum und Islam diskutiert. „Die vorherrschende Meinung war, dass wir stärker unsere christliche Anschauung in den Alltag tragen sollten“, berichtet er. So hätten es die Anwesenden begrüßt, wenn die Kirchen bei der Diskussion um Kreuze in Gerichtssälen stärker Position bezogen hätten.

Helga Wehrspohn beschäftigte sich mit dem Thema „Anders beten — Gespräch über das Gespräch mit Gott“. „Wir saßen im Kirchraum in der Runde, in der Mitte waren bunte Chiffontücher ausgebreitet, Kerzen brannten. Das war sehr stimmungsvoll.“ Pfarrerin Heike Gabernig habe neue Gebetstexte zu Anliegen wie Trauer oder Dank vorgestellt, und die Teilnehmer hätten dazu ihre Gedanken geäußert.

„Mich hat besonders ein Jugendlicher beeindruckt, der bei einem USA-Aufenthalt mit dem Glauben in Berührung gekommen war“, berichtet sie. Auch ihr Mann hat festgestellt, dass sich „nicht nur bekannte Gesichter“ beim Ökumenetag zeigten, sondern auch Menschen erreicht werden, die sonst selten in der Kirche sind.

„Es war eine lockere und entspannte Atmosphäre. Ich hatte das Gefühl, dass sich alle wohl gefühlt haben“, bilanziert Wehrspohn. Die erste spontane Reaktion des Organisationsteams am Samstag: „Das wiederholen wir!“