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Nierst: Der Markt soll die Nierster verbinden

Nierst: Der Markt soll die Nierster verbinden

Frische Waren an Ständen und Wagen soll das kleine Dorf noch attraktiver machen.

Nierst. "Das gibt es doch gar nicht? Und ob!" So werben Plakate für den ersten Markttag auf dem Festplatz an der Alten Schule in Nierst. Auf Wunsch der Bevölkerung, die in der kleinen Rheingemeinde bisher ausschließlich auf dem Paas-Hof gegenüber einkaufen konnte und die Geschäfte in anderen Stadtteilen per Bus nur im Stundentakt erreichen kann, ruft der Nierster Bürgerverein den klassischen Wochenmarkt ins Leben.

"Um den Dorfkern weiter zu beleben im Zusammenhang mit unserem Projekt der Neuen Mitte Nierst", wie Bürgervereins-Vorsitzender Hans-Wilhelm Webers sagt. Er selbst hat daran bei der Premiere einen handfesten Anteil: Webers springt für einen verhinderten Bauern ein und verkauft Gemüse.

"Alles im Angebot heute", ruft er laut, auch wenn es wegen kleiner Startschwierigkeiten manches Obst erst ab Freitag geben wird. Drumherum werden sich dank des Engagements von Bürgervereinsmitglied Andrea Timmermanns wöchentlich zwischen 14 und 17 Uhr die Wagen und Stände mit Geflügel, Fleisch- und Wildwaren, griechischen und türkischen Spezialitäten, Blumen und Pflanzen sowie Textilien gruppieren. Auch Handarbeiten werden angeboten, wie der Glas-und Edelsteinschmuck nebst Selbstgestricktem von Hiltrud Vogt.

Nach der Umgestaltung des Platzes - das Trafohäuschen ist verschwunden - und dem Bau des Pajas-Brunnens als Wahrzeichen des Nierster Karnevals, soll der Markt ortsbildprägend werden, hofft Webers. Außerdem denke der Bürgerverein in Verhandlungen mit der Stadt über eine Art Bürgerbus nach, der regelmäßiger durch die Rheingemeinden fährt, um das Einkaufen gerade für ältere Menschen weiter zu vereinfachen und Nierst leichter erreichbar zu machen.

"Ein geregeltes Kommen und Gehen auf einem Markt führt zu zusätzlicher Kommunikation. Es ist dann fast wie in einem südlichen Land, beispielsweise Spanien", sagt Webers. Er hofft für die kommenden Wochen auf regen Zuspruch der Bürger, die vor der Alten Schule bei Federweißem und Zwiebelkuchen, Kaffee oder Tee ins Gespräch kommen können.