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Neue Koordinatorinnen bei der Hospizbewegung Meerbusch

Trauerarbeit in Meerbusch : Hospizbewegung erneuert sich

Gesa Branding und Christiane Klindt haben die Koordination übernommen. Das Trauer-Café startet im Frühjahr 2022 mit einem neuen Konzept. Die stark nachgefragten Trauerwanderungen im Meerbuscher Wald bleiben.

Wolfgang Stoffel fasst zusammen: „Mein Eindruck ist, dass es hier organisatorisch, personell, inhaltlich und atmosphärisch gut läuft.“ Der stellvertretende Vorsitzende der Hospizbewegung Meerbusch spricht damit auch den Wechsel an, der durch die Trennung von Gudrun Fuß als Geschäftsführerin und leitende Koordinatorin nach knapp 14 Jahren Zugehörigkeit entstanden ist. Den Part der Koordinatorin hat Gesa Branding übernommen, die Christiane Klindt als weitere Koordinatorin an ihrer Seite weiß.

Auch im Namen des Hospizbewegungs-Vorsitzenden Heribert Wirtz betont Wolfgang Stoffel: „Als Vorstand sind wir für alles verantwortlich, was läuft – auch für die personelle Veränderung. Jetzt haben wir uns neu aufgestellt. Gesa Branding und Christiane Klindt waren beide schon mal in Meerbusch. Wir wissen also, auf wen wir zurückgegriffen haben.“ Stoffel ergänzt, dass keine Alleingänge erwünscht seien, Kommunikation in alle Richtungen laufen müsse und alles in Absprache geschehe. Trotzdem müsse jemand „den Hut aufhaben“ und Entscheidungen treffen: „Das hat jetzt Gesa Branding übernommen.“

Die betont, dass sich alle gemeinsam auf den Weg machen: „Wichtig ist mir, dass der Führungsstil team-orientiert ist und Raum lässt, mitzudenken und mitzugestalten.“ Einig sind sich auch die anwesenden Ehrenamtlerinnen Renate Bondorf, Veronika Müller, Inge Sternemann und Jutta Tieves: „Wir arbeiten hier alle gern, geben viel und bekommen auch viel zurück.“ Allgemein wird die gute Zusammenarbeit mit allen Senioreneinrichtungen in Meerbusch betont: „Das läuft sehr gut, auch die Begleitungen werden verantwortungsvoll übernommen. Wir schauen alle gut hin.“ Aber Veränderungen bieten auch die Chance, neue Sichtweisen zu berücksichtigen. War beispielsweise die Trauerfortbildung bisher ein Schwerpunkt, steht dort zurzeit eine Überarbeitung an. Geschlossene Gruppen-Seminare werden nicht angeboten, „Einzelbegleitung gibt es auf Anfrage“. „Die originäre Hospiz-Aufgabe ist die Sterbebegleitung. Wir begleiten die Menschen in der letzten Lebensphase und auch diejenigen, die in Trauer zurückbleiben“, sagt Gesa Branding.

Letzteres geschieht beispielsweise mit dem Angebot zur Teilnahme an Trauerwanderungen. Im Jahr 2018 war der Start. Heute sagt Veronika Müller als Verantwortliche: „Es besteht eine starke Nachfrage. Wir haben nicht gedacht, dass diese monatliche Wanderung im Meerbuscher Wald so angenommen wird. Sechs bis acht Teilnehmer sind immer dabei, mehr als zehn sollten es nicht sein.“ Die bisherige Form des Trauer-Cafés wird es bis zum Jahresende noch einmal geben: „Wir machen anschließend bis März 2022 eine Pause, wollen konzeptionell überlegen, was passt und dann wieder starten.“