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Neue Ausschreibung für Schulbusse in Meerbusch

Verkehr in Meerbusch : Meerbusch muss die Schulbusse neu ausschreiben

Bei dieser Gelegenheit soll unter anderem eine bessere Anbindung der Rheingemeinden geprüft werden.

Jeden Schultag fahren Busse von den Meerbuscher Schulen in die Ortsteile. Die Schulbusse, die offiziell als Schülerspezialverkehr bezeichnet werden, haben die Aufgabe, Mädchen und Jungen sicher aus den kleineren Stadtteilen, den Rheingemeinden und Bösinghoven, zu den Schulen zu bringen. Doch die aktuelle Situation stellt viele Schüler und Eltern nicht zufrieden. Zu selten fahren die Busse, zu lange müssen die Schüler teils warten. Die Fraktion Grün-alternativ hat im Schulausschuss angeregt, den Takt der Schulbusse zu erhöhen, und dafür 50 000 Euro im Jahr angeregt.

„Bereits jetzt sind die Anschlüsse schlecht geregelt“, sagt Dario Dammer von der Fraktion Bündnis 90. „Und das Problem wird wachsen, wenn die Schülerzahlen in den kommenden Jahren steigen.“ Ziel sei auch, den Individualverkehr durch die Eltern zu verringern. Für die Anregung, etwas für die jungen Nutzer des Schulbusse zu tun, gab es über Parteigrenzen hinaus Zustimmung.

Doch im Haushalt für das kommende Jahr wird es vorerst keine neuen Mittel geben. Denn im März 2023 muss der Schülerspezialverkehr ohnehin durch die Stadt neu ausgeschrieben und die Konditionen neue verhandelt werden. In diesem Rahmen, so heißt es von Seiten der Verwaltung, wolle man auch in Erfahrung bringen, ob und wie die Kapazitäten zu erhöhen seien.

„Es wäre beispielsweise eine Option, ein zusätzliches kleines Fahrzeug einzusetzen“, sagt Ute Piegeler, Meerbuschs Fachbereichsleiterin Schule, Sport, Kultur. Man wolle bei der Ausschreibung auch abfragen, wie groß die Zusatzkosten für verschiedene Abholzeiten
sind.

Aktuell unterscheiden sich die Entlasszeiten und liegen je nach Schule und Jahrgangsstufte zwischen 14 und 16.30 Uhr. „Alle diese Slots werden wir nicht auffangen können“, kündigt Piegeler an. Man wolle jedoch prüfen, wie man für die aktuell 69 Meerbuscher Kinder, die aus den Rheingemeinden stammen und den Schulbus in den größeren Ortsteilen nutzen, die Situation verbessern könne. Mögliche Lösungen werden den Politikern dann zur Entscheidung
vorgelegt.