Neue Abstellanlage in Osterath Mehr Verzicht auf kurze Autofahrten

Meerbusch · Mit besseren Abstellmöglichkeiten für Räder sollen die Bürger dazu bewegt werden, auf kurze Autofahrten zu verzichten.

 Anika Kleinert von der Wirtschaftsförderung, Uwe und Nina Nettersheim und Dana Frey, Stabsstellenleiterin Umwelt und Klimaschutz (v.l.)

Anika Kleinert von der Wirtschaftsförderung, Uwe und Nina Nettersheim und Dana Frey, Stabsstellenleiterin Umwelt und Klimaschutz (v.l.)

Foto: Stadt Meerbusch

(dsch) Über 35 000 Autos gibt es in Meerbusch und – das sagt die Statistik – rund die Hälfte aller Fahrten findet im Nahbereich mit einer Wegstrecke von weniger als drei Kilometern statt. Deswegen hat die Stadt die Initiative „Meerbusch radaktiv“ ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Menschen zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu bewegen. Das ist auch ein erklärtes Ziel des politischen „Arbeitskreises Radverkehr“, der aus dem Ausschuss für Klima, Umweltschutz und Bau hervorgegangen ist. Um dieses Ziel jedoch zu erreichen, muss sich die innerörtliche Infrastruktur verändern. So gibt es beispielsweise eine neue Kooperation der Stadt mit dem Edeka-Markt in Osterath, wo 30 neue Fahrradbügel installiert wurden. Die Kosten übernahmen die Markt-Betreiber Uwe und Nina Nettersheim; die Stadt steuerte drei freundliche Hinweisschilder bei. Aufschrift: „Schön, dass Sie mit dem Rad gekommen sind.“

300 Fahrradbügel wurden in Meerbusch in diesem Jahr neu aufgestellt, um den Bürgern die Möglichkeit zu bieten, ihre Räder sicher abzustellen und anzuschließen. Wichtig ist dabei, dass die Abstellanlagen bei den stark frequentierten Anlaufpunkten – etwa den großen Nahversorgern – angedockt sind.

„Fahrradfahrer spielen in den zentralen Versorgungsbereichen schon jetzt eine immer größere Rolle. Hier wollen wir – gerne auch in Zusammenarbeit mit dem heimischen Einzelhandel – unsere Infrastruktur weiter verbessern“, sagt Dana Frey, Leiterin der Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz im Rathaus. Die Anregung für die Zusammenarbeit zwischen Edeka Nettersheim und der Stadt kam von der Wirtschaftsförderung. Für die Einkäufe ist vor allem das Lastenrad von Bedeutung – es transportiert die Einkäufe und spart das Rangieren auf dem Parkplatz. „Insbesondere seit die modernen Lastenräder immer beliebter werden, kommen mehr Kunden mit dem Rad zu uns – wenn nicht gerade ein Großeinkauf zu erledigen ist“, so Marktbetreiber Uwe Nettersheim. Den Nutzern der Lastenräder sei eine sichere Abstellmöglichkeit jedoch wichtig – positive Resonanz der Kundschaft auf die neue Anlage ist bei Nettersheim bereits eingegangen.

Anika Kleinert von der Wirtschaftsförderung hofft, dass weitere Einzelhändler in Abstellmöglichkeiten für Fahrräder investieren, um den Verkehr vor allem in den Zentren der größeren Stadtteile zu entzerren, die Parkplatzsituation zu entspannen. Geschäftsleute, die an einer Zusammenarbeit mit der Stadt interessiert sind, können sich mit der Stabsstelle Umwelt im Technischen Dezernat oder mit der Wirtschaftsförderung im Rathaus in Verbindung setzen. Weitere Informationen gibt es auch unter:

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