Musikschule auf neuem Kurs

Leitung legt Bilanz und Rechenschaftsbericht vor.

Meerbusch. Die Musikschule Meerbusch muss etwas tun, um sich gegen die private Konkurrenz auf dem Markt zu behaupten. Das machten Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage und Musikschulleiterin Anne Burbulla am Mittwochabend im Kulturausschuss deutlich.

Dabei ist der Rahmen, in dem sich die städtische Einrichtung bewegen darf, von der Politik festgesetzt: Kostenreduzierung, Personalreduzierung, Stundenkontingent. Trotzdem, so Mielke, habe es die Musikschule geschafft, die Zahl der Schüler innerhalb der vergangenen zehn Jahre fast zu halten. Mit Schnuppertagen oder dem Instrumentenkarussell, bei dem ein Kind jeweils einen Monat lang ein Instrument testen kann, habe man gute Erfahrungen gemacht.

Das Prinzip des dezentralen Unterrichts wird beibehalten, sogar ausgebaut: Künftig wird die Musikschule auch im Kindergarten Mullewapp präsent sein — wie bereits im Tabaluga, in Knirpsmühle und Sonnengarten. Auch die Kooperation mit sieben Grundschulen und insgesamt 29 Klassen funktioniert. Der Offene Ganztag ist nicht tabu: Ogata-Kinder können die Gruppe verlassen und erhalten ihren Musikunterricht direkt vor Ort.

Trotz der Präsenz an vielen Orten begrüßt die Verwaltung, dass sie die alte Schule am Kaustinenweg künftig allein nutzen kann, wenn die Martinusschüler das Gebäude im Sommer verlassen werden. Claus Klein vom Servicebereich Immobilien stellte die Ausbauplanung vor: Zusätzliche, gut gedämmte Musikräume entstehen in den alten Klassenräumen, ein Lehrer- und ein Wartebereich, und im Dachgeschoss werden Toiletten eingebaut.

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