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Moderner und berufsorientierter Unterricht an der Realschule

Moderner und berufsorientierter Unterricht an der Realschule

Die Realschule Osterath stellte sich der Qualitätsanalyse für Schulen. Schulleiter Burkhard Wahner zeigt sich mit den Ergebnissen zufrieden.

Osterrath. Verstärkter Umgang mit modernen Medien und mehr Mitgestaltung des Unterrichts durch die Schüler. Dies seien die klassischen Forderungen der Bewertungskommission, so Schulleiter Burkhard Wahner. Im März hatten die Mitarbeiter der Kommission zahlreiche Unterrichtseinheiten der Realschule Osterath (RSO) besucht, Schüler- und Eltern-Interviews geführt und Fachkonferenzen besucht. Jede Unterrichtsstunde wurde von den Prüfern für je 20 Minuten bewertet.

Jede Schule in NRW muss die von der Bezirksregierung in Auftrag gegebene Qualitätsanalyse im Drei- bis Vier-Jahresrhythmus durchlaufen. Dabei darf zusätzlich zum Standardprogramm ein selbstgewählter Schwerpunkt gesetzt werden. Die RSO hat diesen auf die Unterstützung der Schüler bei der Berufswahl gelegt. Man wolle wissen, ob die eigene Wahrnehmung durch externe Beobachter bestätigt werde und die eingesetzten Maßnahmen zielführend seien. In diesem Punkt ist Schulleiter Wahner zufrieden: „Unsere Außenwirkung stimmt mit unserem Selbstbild überein.“

Die immer wieder heiß diskutierten Punkte Lehrermangel und Ausstattung seien jedoch nicht Bestandteil der Analyse. „Es erfolgt nur eine inhaltliche Betrachtung des Unterrichts“, so Wahner, der im aktuellen Jahr allerdings auch nicht über Mangel an Lehrpersonal klagt. Beim Thema Ausstattung lobt Burkhard Wahner die Unterstützung der Stadt Meerbusch. Man sei längst darüber hinaus, Computer lediglich zu Vorführungszwecken zu nutzen. „Die Schüler lernen bei uns auch den Umgang mit dem Gerät.“ Der Medienpass, der von Schülern erlangt werden kann, befähige diese zudem zur kritischen Betrachtung der Informationen, die sie im Internet finden. Blindes Abschreiben von Wikipedia gehöre damit der Vergangenheit an.

Aktuell wird der Kommissionsbericht von Lehrern, Eltern und Schülern diskutiert. Alle drei Parteien müssen sich nicht nur gemeinsam mit der Kritik auseinandersetzen, sondern auch aktiv an Verbesserungen mitarbeiten. Auf die Rolle der Eltern angesprochen, verweist Wahner auf die Wichtigkeit guter Kommunikation zwischen diesen und der Schule. „Eltern sehen zunächst nur, was sie von ihrem Kind mitbekommen.“ Selbstläuferkinder, wie Wahner sie nennt, seien hierbei natürlich nicht das Problem. Priorität hingegen hätte, dass Eltern frühzeitig über negative Entwicklungen ihrer Kinder informiert würden, um gemeinsam mit den Lehrern Lösungen zu finden.

Mitte November stehe dann das Gespräch mit der Schulaufsicht an, die Veröffentlichung der Ergebnisse sei der Schule überlassen. Schulleiter Burkhard Wahner will den Kurs seiner Schule dort bestätigen. Es herrsche Einigkeit zwischen Eltern und Lehrern, den Schülern auf ihrem Weg zu Abitur und Lehre lieber etwas mehr Führung zu gewähren, als dies beispielsweise am Gymnasium der Fall sei.