Michael Betsch: Der neue Mann fürs Grüne

Michael Betsch: Der neue Mann fürs Grüne

Michael Betsch ist Bereichsleiter für Grünflächen, Friedhöfe und den Bauhof.

Meerbusch. Im Landschaftsbau kennt sich Michael Betsch aus, und auch im Bereich Straßen hat er beruflich Erfahrungen gesammelt. Das hilft ihm in seinem neuen Arbeitsfeld: Seit vier Wochen ist der 51-Jährige aus Lank Leiter des Fachbereichs 11 in der Meerbuscher Stadtverwaltung. Dienstag stellte Dezernent Just Gérard Betsch vor.

Ein kunterbuntes Ressort hat der Nachfolger von Rolf Schmidt übernommen, zu dem Maurer, Maler Schreiner, Installateure, Straßenbauer und -reiniger, Forstwirte und Baumpfleger gehören. Rund 80 Leute zählen zu dem Fachbereich, in dem sich Betsch „vom ersten Tag an wohlgefühlt“ hat, wie er sagt. Nach Lehr- und Wanderjahren“ schließe sich für ihn in Meerbusch der Kreis, sagt Betsch. „Es ist für mich eine zusätzliche Motivation, für meine Heimatstadt zu arbeiten.“

Sein Arbeitsplatz ist der neue Bauhof an der Berta-Benz-Straße im Strümper Busch, ein „Haus mit Vorbildcharakter“. Alle Abteilungen unter einem Dach, kurze Wege, schnelle Absprachen: Das erleichtere Zusammenarbeit und ermögliche effizientes Arbeiten. „Es gibt immer Optimierungspotenzial, und es ist Aufgabe des Bauhofs, das zu nutzen.“

Dass Michael Betsch in Meerbusch zuhause ist, prägt seine Arbeitsweise. „Viele Orte, die ich auf Planungen sehe, kenne ich und habe die Umgebung genau vor Augen“, berichtet er von den ersten Studien seiner Unterlagen. Dass der Sportsektor (Sportplatz Strümp, später dann Kunstrasenplatz Osterath und Lank) auf der Agenda steht, gefällt dem Marathon- und Triathlonmann und Hobbyfußballspieler („Im Augenblick steht der Sport etwas zurück“).

Nachdem es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder intensive Diskussionen um Baumfällungen und Baumerhalt gegeben hat, weiß Michael Betsch, was auf ihn zukommen kann. Und bezieht an der Seite des Dezernenten Just Gérard gestern Position. „Mir geht es immer um eine sachliche Behandlung des Themas“, sagt Betsch, und: „Es ist immer eine Frage der Verhältnismäßigkeit.“ Ihm und den Fachkollegen sei die Bedeutung der Bäume für Klima und Ästethik bewusst. „Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, Bäume zu erhalten.“ Das Ansinnen, jede Fällung dem Umweltausschuss zur Entscheidung vorzulegen, lehnt Michael Betsch wie sein Vorgesetzter Just Gérard ab: „Bäume gehören in die Obhut der Verwaltung, nicht in den politischen Prozess.“

Für Betsch ist Meerbusch wahrhaftig eine Stadt im Grünen: „Der Slogan ist nicht neu, aber aktuell.“ Grünanlagen seien prägend fürs Stadtbild und nicht nur schön, sondern auch ein ökonomisch wertvoller Standortfaktor für Unternehmen.

Eines seiner ersten Projekte soll die Erstellung eines Baumkatasters sein, in dem der Baumbestand auf städtischem Grund und ihr Zustand digital erfasst werden.

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