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Metall-Polizisten weisen auf Gefahrenstellen im Verkehr hin

Metall-Polizisten weisen auf Gefahrenstellen im Verkehr hin

Polizei baut auf den Effekt, dass Autofahrer eine Figur eher beachten.

Die Frau in der blau-schwarzen Uniform steht unter dem Stoppschild an der Poststraße in Büderich und hebt mahnend die Hand. Seit Dienstag steht sie da, Tag und Nacht. Denn die Polizistin, die die Kreuzung bewacht, ist aus Metall. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht ihre Kollegin.

Insgesamt vier solcher Aufsteller hat die Stadt jetzt aufgestellt: je ein Paar in Büderich an der Poststraße/Ecke Witzfeldstraße und in Strümp an der Ecke Buschstraße/Dechant-Fassbender-Straße. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Autofahrer auf eine menschliche Figur eher reagieren als auf ein bloßes Verkehrszeichen“, sagt Matthias Unzeitig, Bereichsleiter Straßen und Kanäle der Stadt. Die Figuren fallen nicht nur mehr auf, sie vermitteln auch den Eindruck, von der Polizei beobachtet zu werden. Das soll das Fahrverhalten verbessern.

An der Poststraße wurde die Vorfahrt geändert, am Übergang über die neu entstandene Fahrradstraße steht nun ein Stopp-Schild. „Früher wurde das Schild kaum beachtet“, sagt eine Passantin. Aus diesem Grund hat die Stadt dort in beide Fahrtrichtungen die Metall-Polizistinnen aufgestellt, scheinbar mit Erfolg: Fast jedes Fahrzeug hält nun pflichtgemäß am Stoppschild.

Auch an der Buschstraße in Strümp weisen die Aufsteller auf eine gefährliche Situation hin. „Hier beginnt ein verkehrsberuhigter Bereich“, sagt Matthias Unzeitig. Dort haben Fußgänger Vorrang vor Fahrzeugen, es muss Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Da oft Kinder auf der Fahrbahn spielen, müssen Autofahrer sehr vorsichtig sein.

Dauerhaft sollen die Polizistinnen nicht bleiben. Unzeitig: „Sie sollen immer da eingesetzt werden, wo Verkehrsvorschriften oft übersehen werden, und für mehr Sicherheit sorgen.“ Als Nächstes sollen sie an einer Fußgängerampel in Lank aufgestellt werden.