Messungen rund ums Umspannwerk: Grenzwerte werden nicht überschritten

Messungen rund ums Umspannwerk: Grenzwerte werden nicht überschritten

Amprion nimmt Messungen von elektrischen und magnetischen Feldern vor.

Osterath. Um den in Osterath geplanten Konverter ging es am Freitag nur bedingt, als Mitarbeiter des Netzbetreibers Amprion im Umfeld des Umspannwerks Messungen vornahmen. Dennoch ließen es sich einige Mitglieder der Bürgerinitiative nicht nehmen, der Aktion beizuwohnen. Denn, so die Befürchtung vieler: Ist der Konverter erst einmal gebaut, steige auch die Gefahr von gesundheitsgefährdendem Elektro—smog.

Es ging bei den Messungen konkret um elektromagnetischer Felder. Das Unternehmen hatte bei der Informationsveranstaltung im Sommer versprochen, diese durchzuführen. „Wir wollen Transparenz schaffen“, erklärt Amprion-Sprecherin Joëlle Bouillon.

Das Ergebnis überraschte nicht wirklich: An keinem der 20 Messpunkte wurden die Grenzwerte überschritten. „Andernfalls dürften wir diese Anlage hier auch gar nicht betreiben“, sagt Oliver Sanders von der Abteilung Genehmigung und Umweltschutz für den Bereich Leitungen. Mit zwei verschiedenen Sonden nahm er Messungen der elektrischen als auch der magnetischen Felder vor. Sein Fazit: „Alles unbedenklich.“ Die Konverter-Gegner sprechen hingegen lieber von „Einhaltung der Messwerte“.

So kam beispielsweise bei der Messung der magnetischen Flussdichte am Ingerweg 96 ein Wert von 0,46 Mikro-Tesla heraus, bei den elektrischen Feldern betrug der Wert 0,26 Kilovolt pro Meter — beides liegt deutlich unter den zulässigen Grenzwerten.

Letztlich müsse man jedoch auf die Lastdaten warten, erklärt Sanders, um aussagekräftige Ergebnisse zu haben. Erst dann stehe fest, wieviel Strom zum Zeitpunkt der Messungen überhaupt durch die Leitungen floss. Er rechnet damit, dass der abschließende Messbericht bereits nächste Woche vorliegt. Er soll dann der Bürgerinitiative überlassen und zusätzlich auf der Internetseite von Amprion veröffentlicht werden.

Für Kirsten Danes von der Anti-Konverter-Initiative sind die jetzigen Ergebnisse vor allem vor dem Hintergerund eines künftigen Ausbaus der Umspannanlage wichtig: „Dann verfügen wir über entsprechende Vergleichsdaten.“

www.amprion.net

Mehr von Westdeutsche Zeitung