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Meerbuscher Tennisturnier mit Charity-Aktion

Neu-Auflage des ATP-Tennisturniers in Meerbusch : „Irgendwas fehlte bisher beim ATP-Tennisturnier am Eisenbrand“

Veranstalter Marc Raffel stellte jetzt die Neuerungen vor. Zur größten Änderung gehört der Fokus auf den Charity-Aspekt.

Spitzentennis, Musik, Netzwerken – das waren über sieben Jahre die Eckdaten des ATP Tennisturnier, das immer im August am Sportpark Eisenbrand und auf der Anlage des GWR Büderich stattfindet und tausende von Besuchern lockt. Aber irgendetwas hat Marc Raffel als Veranstalter immer gefehlt: ein Charity-Aspekt, dass Besucher und Aktive sich mit einem „guten Zweck“ solidarisieren können. Und genau diesen Aspekt scheinen Raffel und sein Mitstreiter Stephan Frings jetzt gefunden zu haben.

Werner Damblon, Marc Raffel. Manuela Klimke, Dirk Brügge und Uli Wimmer (v.l.) beim Neujahrsempfang im Sportpark Eisenbrand. Foto: RP/Anke Kronemeyer

Manuela Klimke, Wirtschaftsjuristin aus dem Münsterland, entwickelt neben ihrem eigentlich Beruf und der Familie eine eigene Schmucklinie, von deren Verkaufserlös zehn Prozent an wohltätige Zwecke gehen. Sie hat bereits an die Kindernothilfe, den BUND, Ärzte ohne Grenzen und Animal Rights gespendet, für das Meerbuscher Tennisturnier soll es ein ganz eigenes, neues Projekt sein. Das suchen Raffel und Klimke noch – aber vor dem Hintergrund, dass es nicht nur in Meerbusch, sondern in ganz Deutschland aktiv sein sollte.

Was die Meerbuscher Tennisfreunde aber dann rund ums Turnier kaufen können, steht bereits fest: eine schwarz-rote Brosche, die zum Preis von knapp 40 Euro verkauft werden soll. Eingraviert wird der Spendenzweck – weil es den noch nicht gibt, konnte Manuela Klimke zum Neujahrsempfang im Sportpark Eisenbrand auch erst zwei Muster der Brosche mitbringen. „Ich würde direkt zwei kaufen“, sagte Johanna Gutzeit, die mit ihrem Mann Guido bei der Veranstaltung war.

Die beiden waren Gäste des neu gegründeten Initiativkreises, der sich unter Regie von Wahl-Meerbuscher Uli Wimmer und der früheren Meerbuscher Wirtschaftsförderin Heike Reiß für einen größeren Bekanntheitsgrad des Tennisturniers einsetzt. Mit zu diesem Kreis gehören – neben einigen Mitgliedern der Düsseldorfer Jonges und der Tischgemeinschaft „Braseler“ – auch Jörg Messerschmidt, Christian Ohm und Meerbuschs CDU-Politiker Werner Damblon. Allen gemeinsam: die Liebe zum Tennissport.

„Wir müssen das Turnier noch bekannter machen und den Netzwerkgedanken weiter ausbauen“, so Uli Wimmer. Marc Raffel: „Es sollte noch mehr über Meerbusch hinausstrahlen.“ Darum freut er sich besonders, dass er mit Kreisdirektor Dirk Brügge einen weiteren Unterstützer auf Kreis-Ebene gefunden hat.

Das Tennisturnier findet in diesem Jahr vom 10. bis zum 16. August statt. „Und damit zum zweiten Mal nicht in den Sommerferien“, so Raffel. Das habe zur Folge, dass es vermutlich schwieriger sein werde, genug Ballkinder zu finden, die ja sonst in den Ferien mehr Zeit haben. „Es kann aber auch bedeuten, dass wir außerhalb der Urlaubszeit wesentlich mehr Besucher auf den Platz bekommen“, so der Turnierdirektor.

Neben einer Charity-Night, die neu ins Programm genommen wird, soll wieder wie immer am Donnerstag die ATP-Business-Night stattfinden. Der Freitag wird der Musik gewidmet, dann sollen Meerbuscher Bands vor großem Publikum aufzutreten.