Meerbuscher Schüler lernen Kommunalpolitik

Politik stand auf dem Stundenplan : Politik-Praktikum macht Schülern Spaß

Das kommunalpolitisches Projekt „Politik live“ soll kommendes Jahr wiederholt werden.

Ausnahmslos strahlende Gesichter gab es jetzt bei der Abschiedsveranstaltung des von der Volkshochschule Meerbusch organisierten und koordinierten Kommunalpolitischen Praktikums. 19 Mal überreichte der Erste Beigeordnete der Stadt Meerbusch, Frank Maatz, in den Räumlichkeiten des Meerbusch Gymnasiums das von Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage unterzeichnete Zertifikat „Basis-Baustein für gelebte Demokratie“.

Das Praktikum hatte zum Ziel, junge Menschen der Klassen acht bis zwölf zu motivieren, sich selbst aktiv in das politische Geschehen einzubringen. Von den 19 Absolventen kamen bis auf eine Schülerin aus Kaarst allesamt aus Meerbusch. Neben drei auswärtigen Schulen waren das Städtische Meerbusch-Gymnasium, das Städtische Mataré-Gymnasium und die Städtische Realschule Osterath vertreten. Gefeiert wurde der erfolgreiche Abschluss der vier Praktikumsnachmittage bei ausgezeichneter Stimmung mit alkoholfreiem Sekt und leckeren Canapés.

Der letzte Projekttag stellte die jungen Menschen vor die Aufgabe, in einem von ihnen selbst gewählten Bereich (Öffentlicher Verkehr, Altersversorgung, Jugendhalle in Büderich, Digitalisierung, Schule, Freizeit) eine Art Beschlussvorlage zu erstellen und dann im Rahmen der Simulation einer Ratssitzung mit den anderen Teilnehmenden zu diskutieren. Die lebhaft geführte Abschlusspräsentation fand unter Mitwirkung der Mentoren unterschiedlicher Fraktionen statt: Marc Becker (Die Linke und Piraten), Morice-Constantin Ippers und Joachim Quaß (Bündnis 90/ Die Grünen), Ralph Jörgens (FDP) und Heinrich Peter Weyen (UWG).

Die Schüler wollen unter anderem digitale Vertretungspläne

Eingefordert wurde von den jungen Leuten unter anderem eine regelmäßige Busverbindung von Osterath nach Büderich, schmackhafteres und günstigeres Mensa-Essen mit Abschaffung des reinen „Salattags“ oder eine bessere digitale Ausstattung mit beispielsweise digitalen Vertretungsplänen. In Frankreich hätten seine Altersgenossen alle ein von der öffentlichen Schule gestelltes iPad, berichtete Ege Vargönen aus der Jahrgangsstufe 8. Auch seien die an den Schulen eingesetzten Smartboards öfter defekt und könnten nicht zum Einsatz kommen, bemerkten andere Schüler.

(RP)
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