Meerbuscher Politiker zur Europwahl

Nach der Europawahl : Europawahl: Das sagen Meerbuschs Politiker

Mehr als 70 Prozent stimmten für Europa ab. Dabei wählten 25,3 Prozent der Meerbuscher „Grün“.

Vor allem die hohe Wahlbeteiligung – Meerbusch liegt am Niederrhein mit seinen 70,17 Prozent auf einem vorderen Platz – kennzeichnet die Europawahl 2019. Aber auch das Ergebnis für die Grünen: Was sagen Meerbuschs Politiker zu ihren Wahlergebnissen?

Werner Damblon, CDU-Vorsitzender: „Wir freuen uns, dass es in Meerbusch eine Wahlbeteiligung von über 70 Prozent gegeben hat und dass sich die Meerbuscher Wähler mit überwältigender Mehrheit für europareundliche Parteien entschieden haben. Wir freuen uns auch, dass die CDU als die mit Abstand stärkste Partei aus diesen Wahlen hervorgegangen ist.“ Gleichwohl sei das Ergebnis trotzdem nicht zufriedenstellend. „Wir erkennen zwar keine lokalen Besonderheiten beim Abschneiden der Meerbuscher Parteien, das Ergebnis entspricht den deutschland-weiten Trends. Trotzdem werden wir aber auch in der CDU hier vor Ort aus diesem Wahlergebnis unsere Schlüsse ziehen.“

Jürgen Peters, Bündnis90/Die Grünen: „Wir freuen uns natürlich, dass viele Meerbuscher den Grünen ihr Vertrauen geschenkt haben. 25 Prozent ist ein wirklich überragendes Ergebnis.“ Aber er wisse auch, dass das eine Momentaufnahme sei, so Peters. Das Klima könne zwar nicht in Meerbusch gerettet werden, aber jede Gemeinde trage zum Problem bei. „Wir müssen also auch hier handeln.“

Daniela Glasmacher, Fraktionsvorsitzende der UWG: „Die etablierten Parteien nennen sich zwar Volksparteien, haben aber die für die Bürger relevanten Themen nicht aufgenommen.“ Die UWG vertrete ausschließlich die Interessen der Menschen vor Ort, etwa das Glyphosatverbot, die Verkehrs- und Lärmbelastung, die Baumschutzsatzung, Überdüngung und die Abschaffung der Straßenbaubeiträge. Glasmacher: „Die wachsende Umweltbelastung ist den Menschen sehr wichtig, das entnehmen wir nicht nur den Wahlergebnissen, sondern auch den Gesprächen mit Bürgern, besonders mit Jugendlichen.“

Klaus Rettig (FDP): „Wir fühlen uns in unserer Arbeit bestätigt und werden sie engagiert weiterführen. Wir wissen, dass die FDP in Meerbusch eine sehr treue Wählerschaft hat.“

Nicole Niederdellmann-Siemes (SPD): „Wir haben verstanden, dass die Wähler die große Koalition in Berlin abgestraft haben. Uns spornt das an, unser Profil auch in Meerbusch noch stärker zu schärfen. Wir werden uns noch mehr anstrengen, um Mehrheiten zu erstreiten für bezahlbaren Wohnraum, für eine bedarfsgerechte Kita- und Schulentwicklung oder auch für die Verbindung von Mobilität und Wohnen unter sozialen und ökologischen Aspekten.“ ak/ena

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