Aktionstag in Meerbusch Was die Schützen für unsere Gesundheit tun

Meerbusch · Unter das Motto „Mensch. Bleib. Gesund“ stellen Ärztenetzwerk und St. Elisabeth-Hospital den 5. Gesundheitstag im September.

 Conrad Middendorf, Christian Bommers, Julia Held, Wolfgang Bosbach, Markus Groteguth und Peter Annacker (v.l.) freuen sich auf den Gesundheitstag.

Conrad Middendorf, Christian Bommers, Julia Held, Wolfgang Bosbach, Markus Groteguth und Peter Annacker (v.l.) freuen sich auf den Gesundheitstag.

Foto: NRNW-Ärztenetzwerk

„Das NRNW-Ärztenetzwerk (Niederrheinnetzwerk) verfolgt seit Jahren die systematische Entwicklung der Gesundheitsversorgung“, sagt sein Vorstand, der Lanker Allgemeinmediziner Markus Groteguth. Er ist einer der Organisatoren des „5. Gesundheitstages“, der am 21. September unter dem Motto „Mensch.Bleib.Gesund“ im St. Elisabeth Hospital stattfindet. Die Initiatoren präsentieren dabei ein Forum, das es großen und kleineren Akteuren in Sachen Gesundheit ermöglichen soll, ihre Leistungsfähigkeit vorzustellen.

Das umfassende Konzept der Veranstaltung, die für Besucher kostenlose sein wird, stellte Groteguth jetzt vor. Aktuelle Vorträge aus den Bereichen der Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung, Pflege sowie Behandlung und Prävention von Erkrankungen informieren die Besucher über das breite Spektrum der medizinischen Möglichkeiten.

Beim Gesundheitstag im September haben die Besucher zudem die Gelegenheit, an Workshops teilzunehmen, nachzuhaken, Informationen zu sammeln und mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen. Der Tag solle eine Plattform für regionale und überregionale Akteure sein, die ihre ganz persönlichen Fähigkeiten den Menschen bekannt und erlebbar machen.

Dafür hat Groteguth verschiedene Akteure mit ins Boot geholt, von denen man nicht sofort erwarten würde, dass sie zum Thema Gesundheit gehören. Wie den Heimatkreis Lank, die Lanker Sportvereine, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft, den Sozialverband VdK und die Stadt Meerbusch. „Für uns hat die Gesundheit eine körperliche, eine geistige und eine soziale Komponente“, erklärte der Mediziner. „Die Gesundheit kann man nicht produzieren, sondern sie muss tagtäglich gelebt werden.“

Wer gesellschaftlich und sozial eingebunden sei, lebe gesünder, sei emotional aufgehoben. Gemeinnützige Vereine würden dafür sorgen, dass Krisen besser bewältigt werden könnten. „Sie sind wichtige Anker für eine Gemeinschaft und damit wichtiger Teil der sozialen Gesundheit“, erläuterte Groteguth. Sportvereine trügen ganz aktiv durch Bewegung zu einem erfreulichen Gemeinschaftserleben bei.

Auch Kitas und Schulen sind bei der Gesundheitsbildung wichtig

Sicherheit sei eines der Grundbedürfnisse des Menschen, und so seien auch Feuerwehr und Polizei als Garanten für Sicherheit und Ordnung aus dem sozialen Gesundheitsaspekt nicht wegzudenken. Aber auch Kindergärten und Schulen seien elementarer Bestandteil gesundheitlicher Bildung und ganz wesentlich dafür verantwortlich, um nachhaltiges Wissen um unsere Gesundheit weiterzugeben.


Natürlich werden auch die Profis des Gesundheitswesens vertreten sein, wie beispielsweise Psychotherapeuten, Ärzte, Krankenhäuser, Zahnärzte und Apotheken. „Sie sind allseits bekannt, und dennoch ist es immer wieder überraschend zu entdecken, welche verborgenen Champions in unserer Region versteckt sind“, so der Lanker Mediziner.

„Der Gesundheitstag verbindet so Vereine, Schulen, Ärzte, Krankenhäuser bis zur Krankenversicherung in einer großen Gemeinschaftsaktion miteinander“, ergänzte er. Mitmachaktionen, Vorträge oder das ganz persönliche Gespräch sollen dem Besucher professionelle Informationen, Gesundheit zum Anfassen oder einfach nur schöne Stunden in freundschaftlicher Gemeinschaft bieten.

Auch die Hausherrin, die kaufmännische Direktorin des St. Elisabeth Hospitals Rheinisches Rheumazentrum, Julia Held, und Geschäftsführer Conrad Middendorf freuen sich auf den Gesundheitstag, der nach 2016 zum zweiten Mal in ihrem Haus stattfindet. „Ohne Gesundheit kann man das Leben nicht genießen“, unterstrich Held. Man wolle Gesundheit greifbar machen und relevante Themen vorstellen. Dazu gebe es Beratung und Tests.

Bürgermeister Christian Bommers, der die Schirmherrschaft übernehmen wird, unterstrich den Aspekt der Aufklärung, die solch ein Tag leisten könne. Man müsse etwas tun, um gesund zu bleiben. Er freue sich, dass Menschen und Vereine vor Ort eingebunden würden. Er nutzte die Gelegenheit, um Markus Groteguth und dessen Frau für die Unterstützung des Hilfstransports in Meerbuschs neue Partnerstadt in der Ukraine, Fastiv, zu danken. Viele Arzneimittel und medizinischen Geräte seien unterwegs.

Als Galionsfigur des Gesundheitstages wird der ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach für Gespräche zur Verfügung stehen. „Ich bin ein erfahrener Patient und gehe offen mit meinen Krankheiten um“, erklärte er. Er werde für Vorsorgeuntersuchungen werben, denn wenn eine Krankheit plötzlich eintritt, sei das bitter. „Aber das Leben geht weiter“, machte er Mut. Er plädiere dafür, nicht in Panik zu verfallen und das persönliche Gespräch zu suchen.

Ganz komplett ist das Programm noch nicht: „Das NRNW Ärztenetzwerk freut sich auf weitere Aussteller für den Gesundheitstag und natürlich auf eine Menge Besucher, die gemeinsam Gesundheit erleben wollen“, sagte Groteguth.

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