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Meerbuscher Frauen bereiten Weltgebetstag vor

Meerbusch : Weltgebetstag der Frauen wird am 6. März gefeiert

Im Zentrum steht das Bibelwort: „Steh auf und geh!“ aus dem Johannes-Evangelium.

Seit mehr als 100 Jahren finden sich weltweit Frauen am ersten Freitag im März zusammen, um nach einer einheitlichen Liturgie den ökumenischen Weltgebetstag der Frauen zu feiern. Auch in Meerbusch bereiten sich in allen Gemeinden Frauen darauf vor. Die Liturgie des Gottesdienst, der am 6. März stattfindet, wurde von Frauen aus Simbabwe vorbereitet. Er steht unter dem Bibelwort: „Steh auf und geh!“ aus dem Johannes-Evangelium.

Viele afrikanische Lieder sorgen dabei für Lebendigkeit. In den Vorbereitungsgruppen wird außerdem überlegt, wie das Thema am besten vermittelt wird und wer welche Rolle der Simbabwerinnen übernimmt. Denn diese bringen ihre Probleme in den Gottesdienst ein. Simbabwe ist zwar ein reiches Land, ist fruchtbar, hat viele Bodenschätze und ein angenehmes Klima, weil der größte Teil des Landes auf einer Hochebene liegt. Dort gibt es wunderbare Naturparks, die Viktoria-Wasserfällen und nur wenig Malaria. In scharfem Kontrast dazu steht jedoch die politische und wirtschaftliche Situation, die während der 37-jährigen Regierung von Robert Mugabe entstanden ist: Hyperinflation, Militärputsch, dramatische Wirtschaftskrise, Wahlbetrug, Verschuldung. Damit haben die Frauen täglich zu kämpfen. In Simbabwe sagt man: „Frauen kämpfen auf den Knien“, das heißt: durch ihr Gebet. Oft sind sie auch durch die traditionellen Männerrechte zu Boden gedrückt.

So werden sie etwa nach dem Tod ihres Mannes von dessen Familie vertrieben, weil sie nach traditionellem Recht keinen Anspruch auf das Erbe haben. Die Aids-Problematik hat viele Tote gefordert. Dann werden die Kinder von den Großeltern aufgezogen. Das ist auch der Fall, wenn Frauen und Männer im Ausland, besonders in Südafrika arbeiten, weil die Arbeitslosigkeit in Simbabwe extrem hoch ist. Aufzustehen und gegen diese Verhältnisse anzukämpfen, ist daher das Anliegen der Frauen aus Simbabwe, bei dem sie sich von Gott getragen wissen. Vor oder nach dem Gottesdienst in den Meerbuscher Gemeinden gibt es die Möglichkeit, in fröhlicher Runde zu bleiben. Termine: Lank-Latum, Kreuzkirche, 16.30 Uhr, Infos und Essen, 18 Uhr Gottesdienst. Strümp Versöhnungskirche, 16.30 Uhr Gottesdienst (Einsingen 16 Uhr), danach gemeinsames Essen. Osterath St. Nikolaus, 17 Uhr, Gottesdienst mit der WGT-Combo, danach landestypische Spezialitäten in der Nussschale. Büderich St. Mauritius, 16 Uhr, 18 Uhr Gottesdienst.