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Meerbusch: Strümper Tankstelle ist Drehort für Vox-Fernsehserie

Ab Mittwoch im Fernsehen : Strümper Tankstelle ist Drehort für Vox-Fernsehserie

Die Werkstatt und ehemalige Carnol-Tankstelle ist ein Schauplatz der Serie „Tonis Welt“, deren erste Folge am Mittwochabend ausgestrahlt wird.

Wer am Mittwoch bei der Vox-Serie „Tonis Welt“ genau hinsieht, der kann einige Szenen finden, die in Meerbusch gedreht wurden. Genauer gesagt: Auf dem Gelände der Werkstatt und ehemaligen Carnol-Tankstelle in Strümp. Dort war ein Team des Senders im Herbst 2020 zu Gast und hat unter den nötigen Corona-Auflagen einen Teil der Handlung gefilmt.

Der Charme der Sechzigerjahre macht den Ort besonders

Eine 40-köpfige Crew inklusive Maske, Kamerateam, Schauspielern und Regie war am Meerbuscher Set aktiv, 5,30 Minuten lang ist der Drehort im fertigen Film zu sehen. „Es ist schon verrückt, wenn man sieht, wie viel Zeit und Aufwand hinter so einer Filmproduktion steckt“, sagt Wolfang Aust, der auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle eine Autowerkstatt betreibt. Der Gebäudekomplex stammt aus den 1960er-Jahren und versprüht noch immer den Charme dieser Epoche, wie man ihn auch aus amerikanischen Filmen kennt. Obwohl hier seit 2000 kein Benzin mehr verkauft wird, wurden alle Einrichtungen inklusive der inzwischen historischen Zapfanlage beibehalten und machen die Anlage zu einem Blickfang, der für die Vox-Produktion nicht zum ersten Mal als Drehort gedient hat. Götz George hat hier in seiner bekanntesten Rolle als Tatort-Kommissar Horst Schimanski ermittelt, bei der RTL-Produktion „Alarm für Kobra 11“ ist hier ein Auto samt Tanksäule in die Luft gegangen, und in dem Drama „Der Krieger und die Kaiserin“ mit Benno Fürmann und Franka Potente war die Tankstelle Hintergrund einer verzwickten und dramatischen Liebesgeschichte mit historischem Hintergrund.

Nun also die Serie „Tonis Welt“, deren erste Folge heute um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Die Vox-Produktion erzählt die Geschichte eines Paares, er ist Asperger-Autist, sie leidet am Tourette-Syndrom. Gemeinsam wollen sie – allen Hindernissen zum Trotz – ein erwachsenes Leben auf die Beine stellen, ein Haus kaufen und einen Beruf finden. Die Produktion ist ein Spin-Off der Erfolgsserie „Club der roten Bänder“, aus der die Protagonisten schon bekannt sind. Werkstattleiter Aust freut sich immer wieder, wenn Filmcrews seine ehemalige Tankstelle als Drehort nutzen. „Das ist eine spannende Abwechslung zum normalen Tagesgeschäft“, so Aust.