Architektur in Meerbusch Stadt fördert Sanierung von Denkmälern

Meerbusch · Die Besitzer und Bewohner denkmalgeschützter Gebäude müssen sich um deren Erhalt kümmern. Da daran aber auch ein allgemeines Interesse besteht, gibt es bei nötigen Investitionen eine Förderung.

 An mehreren Gebäuden waren Sanierungsarbeiten nötig.

An mehreren Gebäuden waren Sanierungsarbeiten nötig.

Foto: dpa/Daniel Karmann

(dsch) In einem denkmalgeschützten Haus zu wohnen, bedeutet nicht nur, Teil eines Stücks Kultur oder Geschichte zu sein. Für Bewohner und vor allem Eigentümer entsteht auch eine Verantwortung, da es beim Sanieren, Renovieren und bei Umbauten strenge Regeln zu beachten gilt. Diese dienen dazu, den schützenswerten Zustand des jeweiligen Denkmals zu erhalten. Da aber auch ein öffentliches Interesse daran besteht, fördert die Stadt kleinere private Maßnahmen der Denkmalpflege. Die Entscheidung, wo die Zuschüsse aus dem Haushalt eingesetzt werden, trifft der Kulturausschuss. Drei solcher Förderungen wurden jetzt beschlossen.

Unter anderem geht es um das Baudenkmal Bommershof in Osterath. Die Hofanlage aus dem 18. Jahrhundert steht seit 1984 auf der Denkmalliste. Heute gibt es Wohnungen in den früheren Wirtschaftsgebäuden, dennoch ist der landwirtschaftliche Charakter des Komplexes intakt und soll dies auch bleiben. So wurden zwei moderne Wohnungen im ehemaligen Pferdestall errichtet. Die Kosten für nötige Sanierungen belaufen sich laut Verwaltungsvorlage auf eine Summe von 89 000 Euro, von der Verwaltung werden die Arbeiten mit 4200 Euro unterstützt.

Der Lindenhof an der Dorfstraße in Büderich wird derzeit umfassend saniert und durch einen Neubau ergänzt. Im Dach der alten Hofanlage soll eine neue Wohnung entstehen. Die Kosten für die Sanierung der Fassade belaufen sich auf 27 500 Euro, die Stadt fördert die Arbeiten am Denkmal mit 1600 Euro.

Das dritte Denkmal, dessen Pflege unterstützt wird, ist ein Wohnhaus an der Niederlöricker Straße, ebenfalls in Büderich. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1928. Hier müssen Dämmung und Dachhaut dringend erneuert werden. Die Kosten belaufen sich auf 83 000 Euro, gefördert wird mit 4200 Euro.

Weitere Gelder gibt es unter anderem für den Förderverein Haus Meer, der 10 000 Euro für die jährliche Parkpflege des Denkmals erhält, sowie 1000 Euro für die Ausrichtung des Tags des offenen Denkmals. Zudem werden Maßnahmen am ehemaligen Weberhaus in Osterath, an Schloss Pesch sowie am Kröllges Hof, dem früheren Rathaus und der Alten Schule in Osterath gefördert. Die Hälfte der Fördersummen trägt das Land.

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