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Meerbusch: Stadt plant alternatives Ferienangebot wegen Corona

Ferienprogramm : Neues Ferienprogramm geplant

Die Stadtranderholung ist wegen Corona abgesagt. Jugendeinrichtungen bieten Aktionen als offenes Ferienangebot an.

Die Stadt Meerbusch hat zusammen mit den Jugendeinrichtungen ein alternatives, offenes Ferienangebot zusammengestellt. Durch Corona und die Hygieneauflagen ist es in diesem Jahr nicht möglich, die Stadtranderholung als geschlossenes Ferienprogramm anzubieten. Mit dem Einhalten der Abstände und kleineren Gruppen, die nicht durchmischt werden dürfen, kommt die Stadt an die Kapazitätsgrenzen. So bieten die Jugendeinrichtungen als Alternative individuelle offene Ferienangebote an.

Frank Maatz, Erster Beigeordneter der Stadt Meerbusch, erläutert: „Wir glauben, dass Eltern und Kinder gerade bei eingeschränkten Reisemöglichkeiten nach diesen Angeboten suchen. Wir können damit nicht ansatzweise den Bedarf decken, aber wir nutzen alle Möglichkeiten, um den Eltern und Kindern etwas zu bieten“, sagt Maatz. Als Ergänzung können auch Kinder ohne OGS-Platz trotzdem am Ferienprogramm des OBV in der Schule teilnehmen. Im Jugendhilfe-Ausschuss sagte Maatz, dass man sich nun der Realitäten annehmen müsse. „Wir müssen uns an die Vorgaben halten, die dafür sorgen, dass das Infektionsgeschehen gestoppt wird.“ Für das öffentliche Leben im Allgemeinen und die Ferienprogramme müsse man sich engagieren und Veränderungen zulassen. Ein Überblick:

Der Städtische Abenteuerspielplatz in Büderich ist die kompletten sechs Wochen geöffnet. Jede Woche steht unter einem anderen Motto. Die Teilnehmerzahl ist je Angebot begrenzt, eine Anmeldung im Vorfeld gibt es nicht. Sobald die Kapazitäten voll sind, kann niemand mehr teilnehmen. An jedem Freitag ist ein kleiner Abschluss-Wettbewerb zum Thema mit kleinen Preisen und Snacks geplant. Zum großen Ferienabschluss soll es einen langen Abend mit Lagerfeuer, Gruselgeschichten und einer Nachtwanderung geben.

Die erste Ferienwoche beginnt als Kreativwoche: Hier kann sich künstlerisch ausgetobt werden – ob beim Bemalen des Fahrrad-Containers oder der Gestaltung von Holzschildern. Danach folgt die Bauwoche: So soll ein Hütten-Wettbewerb stattfinden und sollen Rampen für Skater- und BMX-Fahrer gebaut werden. Außerdem ist geplant, ein Stallgebäude für die Tiere zu erstellen. In Woche drei steht alles unter dem Motto Bewegung, unter anderem mit Kettcar-Führerschein und Basketball-Schusstraining. In der Wasserwoche wird’s wild mit Wasserrutsche, Wasserschlacht, Wasserbomben. Bei gutem Wetter soll auch der Teich genutzt werden können. In der Spielewoche werden große Brettspiele nach draußen verlagert sowie eine Schatzsuche in Minigruppen durchgeführt. In der letzten Ferienwoche dürfen sich die Kinder für jeden Tag etwas aus den Mottowochen wünschen.

Das Jugendzentrum Oase der Katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius und Heilig Geist in Büderich hat vorerst für die ersten beiden Ferienwochen ein Programm zusammengestellt. Allerdings wird zu allen offenen Angeboten, anders als beim Abenteuerspielplatz, um Voranmeldung gebeten. Jeweils für zwei Stunden finden dreimal täglich zwischen 11 und 13 Uhr, 14 und 16 Uhr sowie 17 und 19 Uhr Aktionen und Ausflüge statt. Von Porzellanmalerei, Keyboard- und Gitarrenkursen, Teamer Spieleabend, Selbstbehauptungskurs, Taekwondo Übungslauf bis hin zu Minigolf in Oberkassel, Glasmalerei bei der Glaskunstwerkstatt in St. Tönis (Maskenpflicht und 15 Euro Eintritt) und einer Fahrradtour durch Meerbusch in Familiengruppen. Weitere Angebote für die letzten beiden Ferienwochen sind in Planung und werden je nach Corona-Entwicklung und Resonanz der ersten beiden Wochen umgesetzt.

Die mobile Kinder- und Jugendarbeit „Karibu“ des Trägerwerks für kirchliche Jugendarbeit Krefeld e.V. bietet in den Ferien in den Wochen 1 bis 3 und in Woche 6 an vier Standorten einige Ferienaktivitäten an. Alle Aktivitäten finden ausschließlich draußen statt, die Kinder müssen angemeldet werden. Um die Kindergruppen begrenzen zu können, kommen nur Standorte in Betracht, die in sich abgeschlossen sind und bei denen der Zugang geregelt werden kann. Die Standorte werden derzeit noch gesucht beziehungsweise ausgewählt.

Es werden Zeitfenster von 10 bis 12 Uhr, 13 bis 15 Uhr und 15.30 bis 17 Uhr für etwa zehn Kinder je nach Angebot angeboten. In der vierten und fünften Ferienwoche findet von Montag bis Mittwoch und am Freitag für die Kinder der Flüchtlingsunterkunft Fröbelstraße in Osterath auf dem Hof ein geschlossenes Angebot statt. An dem Angebot können 30 Kinder aufgeteilt in vier feste Bezugsgruppen von 13 bis 17 Uhr teilnehmen. Montags bekommt Karibu Unterstützung durch das Jugendzentrum Katakombe der Evangelischen Kirche Osterath, donnerstags unterstützt Karibu das Jugendzentrum Katakombe bei dessen Aktionen.

Auch das Jugendzentrum Katakombe wünscht eine Anmeldung, die maximale Teilnehmerzahl je Angebot beträgt bis zu fünf Kinder. Die jeweiligen Angebote befinden sich noch in Planung, bekannt ist allerdings, dass es eine Mischung aus analogen und digitalen Inhalten geben soll. Brett- und Rollenspiele – überwiegend digital – sowie Streaming-Angebote, Picknick im Garten und wechselnde Kreativ-Angebote, Einzelgesprächsangebote, Gitarrenkurse und
Teamersitzung.