Stadtgestaltung in Meerbusch Politiker sprechen über Pläne für die Vogelsiedlung

Meerbusch · Der Planungsausschuss diskutiert auch über Bauvorschriften für Nierst und Ilverich sowie die Privatisierung der Sportanlage am Hülsenbuschweg.

 Diese Luftaufnahme zeigt Ilverich von oben. Die Stadt plant genauere Vorschriften für die Gestaltung der Häuser.

Diese Luftaufnahme zeigt Ilverich von oben. Die Stadt plant genauere Vorschriften für die Gestaltung der Häuser.

Foto: Christoph Reichwein (crei)/Reichwein, Christoph (crei)

(dsch) Am morgigen Donnerstag, 25. Januar, trifft sich der Ausschuss für Planung und Liegenschaften zu seiner ersten Sitzung des Jahres. Vorsitzender Werner Damblon eröffnet die Veranstaltung um 17 Uhr im Bürgerhaus Lank, Wittenberger Straße 21. Bürger sind als Zuhörer willkommen und können zu Beginn im Rahmen einer Einwohnerfragestunde ihre Anliegen vorbringen. Auf der weiteren Tagesordnung stehen unter anderem folgende Punkte:

Vogelsiedlung

Der Bauverein Meerbusch plant, seinen Wohnungsbestand auf dem rund 29 000 Quadratmeter großen Baugebiet Vogelsiedlung zu erneuern. Diese befindet sich zwischen Römerstraße und Laacher Weg. Der genossenschaftliche Bauverein will die Siedlung neu gestalten, es soll eine hochwertige Mischung aus Mehr- und Einfamilienhäusern entstehen. Die geplante Nachverdichtung der Wohnsiedlung lässt sich aber nach geltendem Planungsrecht nicht umsetzen. Daher soll ein Bebauungsplan erstellt werden, der dies möglich macht. Darüber muss der Ausschuss entscheiden.

Gestaltungssatzungen

Die Stadtverwaltung plant, für Nierst und Ilverich eine Satzung zu erlassen, die Bauherren Vorschriften zur Gestaltung von Häusern macht. So soll unter anderem festgelegt werden, welche Auswahl bei den Dachformen oder den Materialien des Mauerwerks besteht. Teilen der Politik geht das zu weit – die beiden Grünen-Fraktionen sowie Die Fraktion haben Anträge eingereicht. So soll der Punkt verschoben und erst nach einer Bürgerbeteiligung entschieden werden.

Sportanlage

Am Hülsenbuschweg gibt es Pläne, eine ehemals öffentliche Sportanlage zu privatisieren und auszubauen. Die bestehende Tennishalle soll weiter genutzt werden. Zudem ist geplant, im Außenbereich neue Sport- und Spielflächen sowie ein Schwimmbecken zu errichten. Für letzteres sowie die geplanten Parkplätze muss von der Politik eine Befreiung des Bebauungsplans beschlossen werden. Das Gesamtprojekt steht mit diesem jedoch im Einklang. Allerdings ist das Projekt nicht unumstritten. Zwei benachbarte Vereine fürchten negative Konsequenzen: Sowohl der TB Meerbusch wie auch GWR Büderich nutzen die Tennisplätze am Hülsenbuschweg mit, was zukünftig nicht mehr möglich wäre. Und Ersatzflächen stünden nicht zur Verfügung.