Kultur in Meerbusch Neues Umfeld und neue Kunden für die Fotografie

Büderich · Die Fotografin Sandra Sperlinger hat neue Räume bezogen und ihr Angebot erweitert. Neben Aufnahmen in Familien und Schulen bietet sie jetzt auch Business-Fotografie an.

 Fotografin Sandra Sperlinger ist mit ihrem Studio an die Moerser Straße 6 gezogen. Dadurch bekam sie frischen Schwung in ihre Arbeit.

Fotografin Sandra Sperlinger ist mit ihrem Studio an die Moerser Straße 6 gezogen. Dadurch bekam sie frischen Schwung in ihre Arbeit.

Foto: Sperlinger

Sandra Sperlinger war neun Jahre alt, als sie ihre erste Kamera geschenkt bekam. Von da an gehörte ein Fotoapparat zu ihrem Leben. Die Fotografie ist meine absolute Leidenschaft, von Kindesbeinen an.“ Wer ihr zuhört, wie sie über ihre Arbeit spricht, und eine Auswahl der Fotos mit ihren Erinnerungen sieht, versteht, dass es so ist.

Jetzt hat sie mit einen Umzug des Studios von der Düsseldorfer Straße 37 an die Moerser Straße 6 noch einmal frischen Schwung für ihre Arbeit bekommen: „Die neuen Räume haben eine ganz andere Außenwirkung. Hier bin ich präsenter“, findet Sandra Sperlinger. Lange musste sie nicht überlegen, den ehemaligen, neun Jahre lang genutzten Standort zu wechseln: „Ich war gleich begeistert von den Räumen hier mit dem schönen Holzboden.“ Dort, wo in den letzten Jahren Betty Tusch im „MM6“ Mode für Heranwachsende verkauft hat, wird jetzt Fotografie-Kunst großgeschrieben.

Fotografin machte sich vor 14 Jahren selbstständig

Schließlich hat sich das Berufsumfeld im Laufe der Jahre auch mit dem Großwerden der 16- und 17-jährigen Söhne verändert: „Als sie klein waren, brauchte ich mehr Zeit für sie.“ Heute sind die Bereiche der Fotografie und der Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen vielseitiger geworden: „Um die verschiedenen Zielgruppen klarer und im Detail ansprechen zu können, habe ich mich für zwei Websites entschieden“, erklärt Sandra Sperlinger.

Unter ihrem seit einigen Jahren erfolgreich eingeführten Labal „Feingefühl Fotografie“ wendet sie sich weiterhin an Familien, Schulen, Abi-Bälle und Events. Im Laufe der Zeit aber hat auch die Fotografie für Unternehmen oder deren Mitarbeiter einen großen Teil eingenommen: „Ich liebe die Arbeit mit Bewerbern, die mit einem ausdrucksstarken Bewerbungsbild selbstbewusst in eine Bewerbungsrunde gehen oder sich mit einem professionellen Porträt auf den Seiten der unterschiedlichen Social-Media-Plattformen präsentieren. Das ist ein großer Markt, der immer wichtiger wird.“

Grundsätzlich macht Sandra Sperlinger die Fotografie sehr viel Freude: „Ich bin neugierig und wachse mit meinen Aufgaben.“ Als sich die Fotografin vor 14 Jahren selbstständig machte, hätte sie sich nicht vorstellen können, wie vielfältig sich ihr Aufgabengebiet entwickelt: „Ich lege Wert darauf, dass sich meine Kundinnen und Kunden wohlfühlen und dass meine Porträts oder die Unternehmensfotografie Individualität widerspiegelt. Hierfür setze ich auch moderne Bildretusche ein.“

Zwar sucht sie auch nach Kontakten, stellt aber auch fest, dass viele potentielle Auftraggeber auf sie zukommen: „Das spricht sich herum und wird sich an diesem neuen Standort noch verstärken“, glaubt sie. Eine gestaltete Wand in den neuen Räumen zeigt, dass es auch ganz persönliche Aufnahmen gibt: „Ausgefallene Sachen, die ich nur für mich mache. Aber grundsätzlich möchte ich vielen Menschen schöne Erinnerungen schenken.“ Als Beispiel weist sie auf ein Foto vom Christo-Kunstwerk in Paris hin, das von unglaublichen Lichteinwirkungen lebt. Weitere Erfahrungen gewann sie unter anderem bei der Zusammenarbeit mit einer Krefelder Recyling-Firma, bei der Nachhaltigkeit eine Rolle spielt: „Da kommen meine Grafik-Kenntnisse ins Spiel. Wer ist die Zielgruppe, wo und wie sollen sich die Bilder einfügen?“ Eigentlich hatte sie die gelernte Grafik-Designerin vor, weiter in der Werbung tätig zu sein: „Aber als ich früher bei den Kindergeburtstagen die vielen schlechten Familienfotos hängen sah, war mir klar, dass ich mich mit ‚Feingefühl‘ in dieses Genre einbringen muss.“ Das kommt heute vielen Menschen zugute: „Ob Professorin oder Mechaniker – alle sind beim Fotografieren erst nervös. Ich stelle mich auf alle ein – mein Feingefühl ist mein Trumpf und als selbstständige Fotografin zu arbeiten, mein Traumberuf.“

Trotz dieser Leidenschaft ist die Familie mit den zwei Kindern immer ganz wichtig geblieben. „Mein Mann ist mein größter Fan. Ohne ihn wäre ich nicht hier. Wenn ich Selbstzweifel habe, redet er mir zu und steht immer – auch nach 30 Jahren Zusammenleben – an meiner Seite.“