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Meerbusch: Kinder lernen bei der Rheinbahn sicher im Bus zu stehen

Rheinbahn : Busfahren steht auf dem Stundenplanen

Mitarbeiter der Rheinbahn trainieren mit Schülern das richtige Verhalten im Bus.

Lernen macht richtig Spaß, zumindest wenn man die Busschule besuchen darf. „Können wir noch eine Wackelfahrt machen?“, fragen die Fünftklässler des Mataré-Gymnasiums begeistert. Gerade haben sie gelernt, wie sie in einem Bus sicher stehen.

„Wer kennt eine Sportart, bei der man auf einem Brett mit Rollen steht?“, fragt Stephan Norff, Fahrer bei der Rheinbahn. Die Antwort ist den Schülern direkt klar, Skateboarding. Aber was hat das mit Busfahren zu tun? So wie auf einem Skateboard sollen die Schüler auch im Bus stehen, seitlich zur Fahrtrichtung, die Füße in Hüftbreite auseinander und die Knie leicht gebeugt. Das ist aber noch nicht alles. Wie beim Windsurfen müssen die Schüler sich auch festhalten, damit sie in den Kurven sicher stehen.

Bevor es zur Wackelfahrt geht, üben die Schüler erst einmal und lassen sich dabei gerne von den Rheinbahnmitarbeitern Ina Baumann, Laura Paradiso und Norff in alle Richtungen schubsen.

Das Fahren im Stehen ist nur eines von vielen Dingen, die die Schüler lernen. Zum Lehrplan gehört auch das sichere Warten an der Haltestelle, das reibungslose Einsteigen in den Bus, und richtiges Sitzen. Auch das Sozialverhalten ist dem Rheinbahnteam wichtig. Viele merken es beispielsweise gar nicht, wenn sie im Vorbeigehen jemanden mit dem Rucksack am Kopf streifen.

Auch den Kindern, die selten mit dem Bus unterwegs sind, macht das spielerische und doch alltagsnahe Training Spaß. „Ich fahre meistens mit dem Fahrrad, aber das Üben hier ist schon sehr nützlich. Ich weiß jetzt, wie es richtig geht“, sagt Jakob. „Wenn wir im Skiurlaub mit dem Bus fahren, kann ich das anwenden.“ Clara hat selber schon erlebt, wie es ist, wenn man sich im Bus nicht festhält. „Da ist der Bus über einen Buckel gefahren und ich wäre beinahe in die Scheibe gefallen“, erzählt sie.

Seit Start der Busschule hat sich die Zahl der Unfälle mit Kindern und Jugendlichen im Nahverkehr um fast 75 Prozent verringert.