Advent in Meerbusch Mit Gänsegyros und Glühwein in den Advent

Strümp · Die Interessengemeinschaft Kleene Strömper organisierte über das Wochenende den Weihnachtsmarkt in Strümp. Rund um die Kirche St. Franziskus herrschte ein gemütliches Treiben.

Das Bühnenprogramm mit Frank und seinen Freunden kam beim jungen Publikum auf dem Strümper Weihnachtsmarkt gut an.

Das Bühnenprogramm mit Frank und seinen Freunden kam beim jungen Publikum auf dem Strümper Weihnachtsmarkt gut an.

Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Die Lichter leuchten, die Buden sind geschmückt und der Duft von Glühwein zieht über den Platz An St. Franziskus. Auch in diesem Jahr hat die Interessengemeinschaft „Kleene Strömper“ am ersten Adventswochenende zum Weihnachtsmarkt eingeladen. Einen Höhepunkt gab es gleich zu Beginn: die Kölner Kultband „Die Räuber“ gastierte am Freitagabend beim traditionellen Lichterfest. Auf dem proppevollen Platz heizten die Musiker den Besuchern ein, was auch dringend notwendig war, denn die kalten Temperaturen ließen so manche Füße am Boden festfrieren. Der einzige Glühweinstand war dicht umlagert und konnte den Bedarf nur mühsam befriedigen. So musste sich das Publikum mit Schunkeln zu Karnvalshits und Mitswingen zu Weihnachtsliedern warm feiern.

Am Samstag strahlt dagegen die Sonne vom Himmel , als die 1. Vorsitzende der Kleenen Strömper, Rebekka Möller, den Weihnachtsmarkt eröffnet. Da strömen bereits Jung und Alt zum „schönsten Weihnachtsmarkt in Meerbusch“ (so die Kleenen Strömper). „Es ist richtig nett hier“, sagt die Osteratherin Ursula Braunschweig, die mit ihrer Lanker Freundin Gerda Nacke-Ramisch nach Strümp gekommen ist. „Es gibt hier viel Selbstgemachtes“, lobt sie. Vereine und karitative Gruppen seien vertreten, das sei gut. Gleich wolle sie sich einen Glühwein gönnen, während ihre Freundin dem Reibekuchenstand zustrebt.

Einige der Waren, die angeboten werden, stammen aus Meerbusch

Die Holzbuden bieten in der Tat viele schöne Dinge an, wovon so manches aus Meerbusch stammt. Brigitte Schürkes aus Lank hat erstmalig Steinbilder gefertigt: kleine Kieselsteine sind zu Katzen oder Vögeln geworden und in ein gemaltes Bild integriert. „Meine Freundin hat etwas Ähnliches in Südfrankreich gesehen und gesagt: ,Das kannst du auch‘“, erzählt sie. Sie ist bereits seit 19 Jahren in Strümp dabei, ebenso wie ihre Tochter Judith Hütten, die diesmal Leseknochen genäht hat. Schürkes ist gemeinsam mit Erika Schumacher kreativ. Diese sei leider erkrankt, so dass sie für ihre Freundin mitverkaufe: schöne Schlüsselanhänger aus Filz oder Täschchen mit Hundemotiven.

Dass der Künstler aus Meerbusch stammt, ist am Stand gleich nebenan nicht zu übersehen. David Norman, in Irland geboren, aber in Lank-Latum zuhause, hat neben seinem bekannten Plakat „Der Meerbuscher“ einen Kalender für 2024 hergestellt. Zwölf Motive aus Meerbusch hat er fotografiert, bearbeitet und stark reduziert. Die alte Tankstelle in Strümp wirkt so wie ein Motiv aus den 50er Jahren in den USA, als James Dean über die Route 66 brauste. Allerdings steht in Strümp nur ein Borgward vor der Zapfsäule. Von den einzelnen Motiven kann man auch Postkarten erwerben sowie das Buch „Meerbusch wimmelt“ kaufen.

Am Stand der Osteratherin Saskia Dresen gibt es schöne Dinge, die sie genäht, verziert und personalisiert hat. Auf Leinentaschen steht: „Erzieherin mit Herz“, auf einer anderen „Home in Strümp“. Kerzen, Kugeln und Teelichter hat sie mit weihnachtlichen Wünschen verziert. Für den „Besten Papa“ gibt es einen schicken Schlüsselanhänger.

Das Ehepaar Beyerlein strebt auf den Stand des „SSV Strümp – Gymnastikabteilung“ zu. Dort gibt es Ingwer-Shot, selbst gebackene Plätzchen, Eierlikör und Marmeladen zu kaufen. „Es gefällt uns super hier“, sagen die beiden. Das Angebot sei vielfältig. Wer Appetit verspürt, kann zum Beispiel Waffeln beim Stand des Meridias Seniorenwohnheims kaufen, bei der Wildmeisterei des Strümper Hofes Gänsegyros und Churros verzehren oder traditionellen Grünkohl essen. Dazu könnte ein Kaffee der Strümper Weihnachtsröstung schmecken, den Bastian Tworuschka aus Büderich anbietet. Der Kaffee sei nachhaltig in einem Familienbetrieb in Peru angebaut worden, erklärt er.

„Es ist eine sehr schöne Atmosphäre hier“, findet das Ehepaar Beyerlein, das auch schon bei der großen Tombola etwas gewonnen und der Musik der Hobbybläser gelauscht hat. Die beiden wollen bleiben, bis die Jam Voices auf der Bühne stehen und der ganze Markt in adventliches Licht getaucht ist. Ein großer Nikolaus und ein Schneemann winken dazu vor der in lilafarbenes Licht getauchten Kirche.

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