1. NRW
  2. Rhein-Kreis Neuss
  3. Meerbusch

Meerbusch: Anmeldungen von auswärtigen Schülern werden künftig abgelehnt

Schulen in Meerbusch : Stadt hat einen Platz für auswärtige Schüler

Angesichts steigender Schülerzahlen reichen die Plätze nur noch für Kinder aus dem Stadtgebiet aus, Krefeld praktiziert diese Regel bereits.

(stz) Mit den Auswirkungen der steigenden Schülerzahlen beschäftigt sich am kommenden Dienstag, 7. September, ab 17 Uhr der Schul- und Sportausschuss. In der Realschule in Osterath an der Görresstraße 6 haben Bürger vorab die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Nachdem in der Vergangenheit das Städtische Meerbusch-Gymnasium deutlich mehr Anmeldungen als Plätze hatte und Schüler abweisen musste, entscheiden die Politiker über den Umgang mit Anmeldungen von auswärtigen Schülern.

Die Verwaltung schlägt vor, dass ihnen die Aufnahme verweigert werden kann, solange die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität übersteigt und beruft sich dabei auf das Schugesetz (§46 Abs. 6). Andere Städte haben ähnlich Probleme: Im Juni hatte die Stadt Krefeld erklärt, dass sie ab diesem Schuljahr keine Meerbuscher Schüler mehr aufnehmen wird. Die Stadt rechnet damit, dass aus diesem Grund der Andrang auf das SMG noch weiter steigen wird. Für dieses Schuljahr hatte es dort 165 Anmeldungen für die 150 Plätze gegeben, so dass 15 Schüler nicht angenommen werden konnten. Neben der grundsätzlichen Ablehnung von auswärtigen Schülern sollen begründete Ausnahmen möglich sein, etwa von Geschwistern oder Schülern, die nach Meerbusch
ziehen.

Das gleiche soll auch für die Grundschulen gelten. Davon ist vor allem die Pastor-Jacobs-Schule betroffen. Bislang besuchten etwa 15 bis 20 Schüler aus Krefeld-Stratum die Lanker Grundschule. Zur Steuerung der Schülerströme soll die Pastor-Jacobls-Schule künftig auf zwei Züge begrenzt werden. Das hatte auch die Gutachterin für den Schulentwicklungsplan vorgeschlagen.

Darüber hinaus beschäftigen sich die Politiker mit der Schulentwicklungsplanung, für die das Planungsbüro Dr. Garbe, Lexis & von Berlepsch ein Gutachten erstellt hatte. Im Ausschuss wird es um die Machbarkeitsstudien zu den Grundschulen gehen. Bis 2024 wird die Zahl der ersten Klassen um vier auf 27 steigen. Für diesen starken Anstieg müssen Übergangslösungen geschaffen
werden.

Auf der Tagesordnung stehen außerdem die nächsten möglichen Schritte bei der Entwicklung der weiterführenden Schulen sowie das Thema Digitaliserung.