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Meerbusch: Amédé Ackermann zeigt Fotografien aus der Serie „3030“

NRW : Amédé Ackermann zeigt die Welt der Zukunft

(mgö) Das Thema der aktuellen Ausstellung der Reihe „Kunst in der Apsis“ der Evangelischen Kirchengemeinde Osterath ist die Zukunft. Sie wird fotografisch dargestellt und nimmt die Betrachter mit in eine Welt, wie sie in rund tausend Jahren aussehen könnte.

„Im Rahmen dieser Zukunftsutopie beschäftige ich mich mit den Fragen, wie sich unsere Welt verändert. Im Fokus steht dabei, welchen Raum der Mensch in seiner Umwelt einnimmt, wo Platz für die Menschen auf einer veränderten Erde sein könnte, und was bewahrt werden kann,“ erklärt Amédé Ackermann.

Die Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen zu sehen

Der 30-jährige Foto- und Medienkünstler hat in Köln mit Diplom-Abschluss Foto-Design studiert, lebt in Kaarst und ist 2020 mit dem Kunstförderpreis seiner Geburtsstadt Neuss ausgezeichnet worden. „Seine Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen zu sehen. Bei uns zeigt er Fotografien aus der Serie ‚3030‘“, erklärt „Kunst in der Apsis“-Initiatorin Marlies Blauth. Die künstlerische Fotografie steht im Mittelpunkt der Arbeiten. Das bringt die 1,50 mal 2,00 Meter große Aufnahme unmittelbar in der Apsis deutlich zum Ausdruck. Diese auf Leinwand aufgezogene Fotomontage besteht aus der Aufnahme einer Brücken-Unterkonstruktion, die digital bearbeitet und gespiegelt deutlich macht, dass ein künstlicher Raum geschaffen wurde – einer, der nicht auf der Erde liegt. Die Anspielung auf ein Raumschiff wird durch einen winzigen im Hintergrund zu sehenden Astronauten unterstützt.

Angelehnt an die Ausstellung im Kirchenraum und den Serien-Titel „3030“ ergänzt Amédé Ackermann: „Ich denke, auch in weiteren tausend Jahren wird der Glaube für viele Menschen eine wichtige Säule im Leben darstellen. Daher habe ich diesen auch in einige meiner Fotografien einfließen lassen.“ Dass sich der junge Foto-Künstler auch mit der Veränderung der Natur befasst, wird an den Arbeiten im Gemeinderaum deutlich. Sie zeigen aus Fotos zusammengesetzte Landschaften, die bekannt vorkommen, aber aktuell auf der Erde nicht zu finden sind. In die karge Natur mit reduzierten Architektur-Details wird ein Astronaut im ausgeliehenen Original-Anzug plus Helm – teils mit Spiegelung – gesetzt: „Das ist meine Freundin, die nicht erkennbar mitten in diesen Landschaften steht.“ Amédé Ackermann stellt sich die Frage, ob der Mensch in tausend Jahren in einem Raumanzug zurückkommen wird: „Auf keinen Fall darf der Mensch den Bezug zur Natur verlieren.“

Zur Vernissage – es gilt die 3 G-Regel – am Sonntag, 11.15 Uhr, spricht die Meerbuscher Künstlerin Laura Flöter, promovierte Philosophin mit Studien in Kunst und Literatur. Öffnungszeiten: Bis 28. November, Mittwoch und Freitag 9-12 Uhr und nach Vereinbarung unter 0175-5218083. Evangelische Kirche Osterath, Alte Poststraße 15.