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Linksabbieger bekommen eigene Grünphase

Linksabbieger bekommen eigene Grünphase

An der Kreuzung Xantener Straße/Schloßstraße in Strümp gab es viele Abbiegeunfälle. Eine Linksabbieger-Ampel soll die Situation verbessern.

An der Kreuzung Xantener Straße/Schloßstraße in Strümp soll in Kürze eine neue Linksabbieger-Ampel für den Verkehr aus Richtung Büderich gebaut werden. Über die Verbesserung der Verkehrssituation an der Kreuzung gibt es seit Jahren Diskussionen. Denn immer wieder gab es an dieser Stelle in den vergangenen Jahren Abbiegeunfälle, weshalb die Kreuzung auch als sogenannte Unfallhäufungsstelle geführt wird. Nun soll durch die neue Ampel Abhilfe geschaffen werden.

„Ende des Monats soll die Baueinweisung sein“, sagt Gregor Hürter von Straßen NRW, das zuständig ist, weil es sich bei der Xantener Straße um eine Landesstraße handelt. „In drei bis vier Wochen beginnt dann der Bau.“ Die Stadt bestätigt, dass der Auftrag bereits ausgeschrieben ist und die Maßnahme in diesem Frühjahr umgesetzt werden soll. Hintergrund ist offenbar ein Treffen von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst mit der Meerbuscher Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage im November im Verkehrsministerium.

Wolfgang Möller, Vorsitzender der Strümper Interessengemeinschaft „Kleene Strömper“

Auch Wolfgang Möller, Vorsitzender der Strümper Interessengemeinschaft „Kleene Strömper“, nahm an dem Treffen teil. Sie warben im persönlichen Gespräch mit dem Minister dafür, dass Straßen.NRW endlich aktiv wird.

Die „Kleenen Strömper“ kämpfen seit Jahren dafür, dass etwas an der Verbesserung der Verkehrssituation an der Xantener Straße getan wird. Für Möller wäre die neue Linksabbieger-Ampel schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung. „Wir halten zwar nach wie vor den Bau eines Kreisverkehres für das Optimum an dieser Stelle“, sagt Möller. „Doch wir begrüßen natürlich jede Maßnahme, die zusätzliche Sicherheit schafft und zur Verkehrsberuhigung beiträgt.“

Dass an der Kreuzung in Zukunft ein Kreisverkehr gebaut wird, ist jedoch unrealistisch. Dies sehen sowohl Straßen.NRW als auch die Stadt Meerbusch so. „Einen Kreisverkehr zu bauen, ist nicht so einfach, wie es sich Bürger vielleicht vorstellen“, sagt Gregor Hürter, Pressesprecher von Straßen.NRW. Das derzeitige Straßengrundstück reiche für einen Kreisverkehr gar nicht aus. „Es müssten erst Teile anderer Grundstücken gekauft werden, so dass es Jahre dauern würde, bis an dieser Stelle ein Kreisverkehr gebaut wäre“, ergänzt er.

Von der Stadt heißt es, Finanzierung und Umsetzung eines Kreisverkehres seien derzeit beim Land nicht sichergestellt, weil andere Großprojekte in NRW Vorrang hätten. Zudem müssten an Kreuzungen dauerhafte Verkehrssicherheitsprobleme vorliegen, um Umbauten dieser Größenordnung zu rechtfertigen.

Neben der Ampel-Variante sei auch eine Tempo-30-Regelung von den Verkehrsingenieuren der Stadtverwaltung geprüft worden. Diese ist aber mit der Straßenverkehrsordnung nicht vereinbar, da sich beide Punkte außerhalb des geschlossenen Ortsbereichs befinden.

An der sich in unmittelbarer Nähe befindenden Kreuzung Schlossstraße/Osterather Straße hat Straßen.NRW ebenfalls Maßnahmen geplant, um die Verkehrssituation zu verbessern. Denn auch diese Kreuzung ist eine Unfallhäufungsstelle. „Die Planungen laufen, es gibt aber noch keinen genauen Termin“, sagt Hürter.

Woran Möller hingegen zweifelt, ist der geplante Beginn der Baumaßnahme in wenigen Wochen. „Meine Erfahrung sagt mir, dass es nicht so schnell gehen wird. Bisher hieß es ja immer, dass es bei Straßen.NRW durch die ganzen Autobahnbau-Maßnahmen keine Kapazitäten gäbe“, erklärt er seine Skepsis.