Leben retten mit Magnettafeln

Der Kreis nutzt ein neues Lagedarstellungssystem.

Meerbusch. Die Feuerwehren im Rhein-Kreis wollen künftig bei Einsätzen noch zielgerichteter und schneller reagieren. Aus diesem Grund hat der Verband der Feuerwehren nun ein einheitliches Lagedarstellungssystem für alle Wehren im Kreis eingeführt. Da die Einsatzkräfte meist auf Basis von lückenhaften Informationen eine oder gleichzeitig mehrere Gefahren zu bekämpfen haben, hilft es bei Koordination und Organisation. Insbesondere lässt sich die Lage in ihrer Gesamtheit so nun besser erfassen und beurteilen, um nachrückende Löschzüge schnell einzuweisen.

Das sogenannte „Führungsmittel mit System“ liegt im Einsatzleitwagen und beinhaltet eine Magnettafel, die sich auf einem Stativ aufstellen oder mit einem Saugnapf am Fahrzeug befestigen lässt, in deren Mitte die Übersichtspläne von Firmen und großen Objekten ausgehangen werden. Drumherum lassen sich verschiedenste Piktogramme zu Brandsituationen, vermissten und verletzten Personen oder Gefahrstoffe anbringen. Die Einsatzleitung kann darauf die zuständige Einheit notieren und Einsatzorte mit Pfeilen markieren.

Die Feuerwehrkräfte sprechen vom taktischen Arbeitsblatt. „Nachrückende Einheiten bekommen sofort einen Überblick, können es mit einem Smartphone abfotografieren und jederzeit einsehen“, erklärt Kreisbrandmeister Norbert Lange. Bei Einsätzen mit besonders großem Umfang lassen sich die Systeme zusammenführen.

„Jetzt liegt eine standardisierte Form vor, die auch von den meisten Feuerwehren in der Region genutzt wird“, erläutert Kreisbrandmeister Norbert Lange.

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