Lank-Latum: Heimelige Stimmung beim Nikolausmarkt

Lank-Latum : Lichter, Lieder und Leckereien

Beim Nikolausmarkt stimmten sich die Besucher aufs Fest ein.

Nikolausmarkt in Lank-Latum, das steht für einen gemütlichen Adventsnachmittag rund um den Alten Markt. Wegen des anfänglichen Regenwetters machten sich viele Bürger erst etwas später auf den Weg. Andere, die schon mittags gekommen waren, suchten Schutz unter den Zelten, wo es heimelig war und Glühwein und leckere Speisen für Wärme sorgten. Wie bei den Messdienern St. Stephanus, in deren hübsch geschmücktem Zelt es frisch gekochten Grünkohl gab, den ein Vater zubereitet hatte und den die Messdiener selbst austeilten. „Der ist super lecker. Wir freuen uns jedes Jahr darauf“, sagte Angela Schneider, die es sich mit Mann und Freunden schmecken ließ. „Letztes Jahr hat es dazu geschneit“, erinnerte sie sich. Der Erlös des Grünkohlessens wird für die Messdienerreise nach Wien im nächsten Jahr verwendet.

Auch die ehemaligen Handballer von Treudeutsch Lank, die nun zusammen kegeln, hatten alle Hände voll zu tun. Sie verkauften Reibekuchen und schenkten Glühwein aus. Familie Bockmühl genießt diese seit Jahren. „Erst essen wir Reibekuchen, dann gehen wir gestärkt auf die Suche nach Geschenken“, erzählten sie. Denn parallel zum Nikolausmarkt sorgten die geöffneten Geschäfte für zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten.

Zwischen den Ständen des Marktes mit viele Kunsthandwerk und warmen Stricksachen spielten die Musikschüler Titus und David Weihnachtslieder auf der Trompete, um ihr Taschengeld aufzubessern. Das war stimmungsvoll und verlockte so manchen Besucher, Cent- und Eurostücke in den geöffneten Geigenkasten zu werfen.

Viel Eigeninitiative steckte auch hinter dem Angebot an etlichen karitativen Ständen. Bei Plan International gab es Plätzchen und Marmelade, Aufgesetzten und Weihnachtsbäume aus Stoff. „Alles Handarbeit“, versicherte Sprecherin Angelika Kellermann. Der Erlös des Tages geht an syrische Flüchtlinge, die in Ägypten gestrandet sind. Stefanie Klausmeier von der Rebecca Klausmeier Stiftung spendet den Erlös des Marktes unter anderem an die Caritas für ein Weihnachtsessen für bedürftige Meerbuscher Senioren. Auch der evangelische Kindergarten in Lank kann sich über eine Zuwendung freuen.Das Team der Physiotherapie am Wasserturm hatte Plätzchen und Pralinen gefertigt, deren Erlös im Ort bleiben solle, so Rebecca Squarr.

Das bunte Treiben wurde durch ein schönes musikalisches Programm ergänzt. Die Fanfare St. Paulus war wieder aus den Niederlanden angereist, um die Besucher mit Musik zu erfreuen. Akkordeonspieler Alexander stammt gar aus St. Petersburg. Aus Lank kamen der CVJM-Posaunenchor und der Stahlstimmenchor des Vereins Wasserturm.

Mit einstimmen konnten die Besucher bei dem offenen Adventsliedersingen mit der Combo Andrea, Bert & Friends. Zweimal besuchte gar der Nikolaus den Markt. Der Heilige Mann freute sich über die leuchtenden Kinderaugen und so manches kleine Gedicht.