Kunden treibt’s in Bioläden

Kunden treibt’s in Bioläden

Die Weiers führen den Kreutzerhof im neuen Vitalzentrum zusammen.

Meerbusch. Seit dem Dioxin-Skandal boomen die Bio-Märkte. Dass der Kreutzerhof Ende Februar seine erst vor etwas mehr als einem Jahr an der Strümper Straße in Osterath eröffnete Filiale aufgeben wird, um in das Vitalzentrum in Büderich einzuziehen, geschieht nur zufällig nahezu zeitgleich. „Unser Geschäft läuft momentan natürlich sehr gut. Aber das ist nicht der Grund für den Standortwechsel“, sagt Hiltrud Weiers lachend.

An der Düsseldorfer Straße in Büderich beziehen die Weiers mit ihrem Team das Ladenlokal neben dem Drogeriemarkt. Dort kann sich der Kreutzerhof auf 450 Quadratmetern Verkaufsfläche ausbreiten. Auch der Standort am Handweiser wird für das neue Domizil aufgegeben. „Wir legen beide Läden in Büderich zusammen und nehmen auch unser Personal mit. Es kann aber gut sein, dass wir weitere Mitarbeiter einstellen müssen. Das werden die ersten Wochen zeigen“, erläutert Weiers.

Mit der Konzentration am Standort Büderich ist nicht nur eine Erweiterung der Öffnungszeiten verbunden (täglich 9 bis 20 Uhr, samstags bis 18 Uhr), sondern auch eine Erweiterung des Sortiments. Bereits jetzt hat der Kreutzerhof über 5000 Produkte im Angebot. „Wir bieten auch weiterhin unseren Mittagstisch an. Der ist sehr beliebt“, betont die Chefin.

Für den Kreutzerhof sei es ein guter Zeitpunkt für einen Neuanfang, denn plötzlich würden Kunden in den Laden kommen, die bisher kaum einen Bezug zu Bio-Produkten hätten. „Wenn es uns gelingt, einige davon langfristig zu binden, wäre das ein Erfolg“, sagt Weiers.

Vor allem Eier seien momentan der absolute Verkaufsschlager. Jedoch: „Es gibt Lieferschwierigkeiten. Ich habe Anfang der Woche vier Kisten bestellt und nur eine bekommen“, klagt die Geschäftsfrau. Dabei spiele jedoch auch die Jahreszeit eine Rolle. „Die Hühner sind jetzt in der Mauser und produzieren dann nicht so viel.“

Insgesamt sei die Nachfrage nach Bio-Produkten in den letzten Wochen enorm gestiegen. Nur: „Das flaut dann meist auch ganz schnell wieder ab.“