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Künstlerin zeigt Symbiose zwischen Fotografie und Malerei

Künstlerin zeigt Symbiose zwischen Fotografie und Malerei

Birgit Mölle-Weber stellt in der Reihe „Kunst in der Apsis“ aus.

Wandlung, Verschmelzung und die damit verbundenen Prozesse nehmen in der künstlerischen Arbeit von Birgit Mölle-Weber eine wichtige Position ein. Die Architektin, Fotografin und Malerin zeigt jetzt in der Evangelischen Kirche Osterath, Alte Poststraße 15, mit welcher Selbstverständlichkeit sich einerseits Wandlungen in der Natur vollziehen und andererseits experimentelle Verschmelzungen Einfluss auf den künstlerischen Ausdruck nehmen. „Transformation“ ist deshalb die Ausstellung betitelt, die die Reihe „Kunst in der Apsis“ fortsetzt und am Sonntag eröffnet wurde.

Projektleiterin Marlies Blauth erklärt, warum die Fotografien und Fotomontagen der Dortmunder Künstlerin gut in diese Kirchen-Jahreszeit passen: „Wir möchten in die beginnende Adventszeit und den grauen November ein wenig Farbe bringen.“ Das sofort ins Auge fallende satte Grün in den Werken, die in und um die Apsis hängen, ist Beweis dafür, dass dieses Ansinnen gelungen ist.

Photo-Pingere-Bilder nennt Birgit Mölle-Weber die Arbeiten, deren Basis ein verrottetes, zum Denkmal ernanntes Stahlwerk bildet. Aus Farbfotos, in Schwarz-Weiß umgewandelt, auf Leinwand gedruckt und dann coloriert sind Zeitzeugen geworden. Mit Spachtelmasse, Materialien aus der Natur wie Kies und Sand, auch mal Tusche und Eisenpulver und der Betonung des Bewuchses rostiger Stahlteile wurde den Fotografien die gewünschte künstlerische Aussage gegeben. Damit drücken die aus der Kombination von Fotografie und Malerei entstandenen Arbeiten das aus, was die Künstlerin zeigen möchte: „Die Natur holt sich das Areal zurück und übernimmt im Laufe der Zeit wieder die Herrschaft.“

Birgit Mölle-Weber, die Fotografie und Architektur studierte, zeigt im Gemeinderaum außerdem Schwarz-Weiß-Fotos, die von Symbolen und Strukturen bestimmt sind. Auch diese Detailausschnitte einer Skulptur des Bildhauers Ansgar Nierhoff dokumentieren die stetige Wandlung. Die einzelnen Strukturen erinnern an die Anatomie und damit den Menschen.

Die Ausstellung ist bis zum 3. Dezember immer werktags zwischen 9 und 12 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 02159/50442 zu sehen.