Kreisstraße 9 steht auf der Agenda

Kreisstraße 9 steht auf der Agenda

Planungspolitiker beschäftigen sich mit Erschließung Strümper Busch.

Strümp. Die Diskussion wird seit Monaten kontrovers geführt. Heute um 17 Uhr beschäftigt sich der Planungsausschuss im Bürgerhaus Lank mit der Verlängerung der Kreisstraße 9 (K9n). Abgewogen werden die Einwendungen der Bürger, die Verfahrensfehler, Lärmbelastungen und mangelnden Naturschutz als Argumente gegen die Straße aufzählen und grundsätzlich an deren Notwendigkeit zweifeln.

Die Initiative „K9n-Nein“ bemüht sich intensiv um die Bündelung der kritischen Stimmen in ganz Meerbusch: 330 Unterschriften haben Andrea Blaum (BUND), Astrid Hansen und ihre Mitstreiter bisher online gesammelt, zusätzlich etwa 150 im direkten Kontakt aufgelistet.

Sie wollen den Straßenbau verhindern, der die Natur zerschneide, mehr Verkehr anziehe, Lärm und Dreck verursache. Außerdem, so die wiederholt geäußerte Befürchtung, könnte die Straße der erste Schritt zum Bau eines Wohn- und Gewerbegebiets südöstlich der K9n hin zur Meerbuscher Straße sein.

Wiederholte Bekundungen aus Politik und Verwaltung, dass ein solches Projekt seit Jahren nicht mehr verfolgt werde, sollen heute verbindlich werden. Der Passus im Flächennutzungsplan soll ausdrücklich gestrichen werden, wenn eine politische Mehrheit der Verwaltung folgt.

Die schlägt die Formulierung vor: „Die einstmals geplante langfristige Siedlungserweiterung für einen Bereich . . . bis zur Meerbuscher Straße hin, der heute landwirtschaftlich genutzt wird, wird nicht weiter verfolgt. Es liegen keinerlei Aufstellungsbeschlüsse für Bauleitpläne vor, weder für Änderungen des Flächennutzungsplans noch für Bebauungspläne.“

Nicht vom Tisch ist für Blaum und Hansen ein anderer Faktor: Die K9n werde die Schadstoffbelastungen im Bovert nicht massiv erhöhen, könnte aber in Addition mit dem Verkehr auf Meerbuscher Straße und Autobahn dazu führen, dass Grenzwerte überschritten und ein Luftreinhalteplan notwendig werden.

Der BUND habe das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz deshalb um neue Messungen gebeten, sagt Hansen. Die Zahlen der Messungen 2005 seien nicht aktuell genug.