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Kirchensynode stellt sich gesellschaftlichen Veränderungen

Kirche spürt die Demographie : Kirche stellt sich Zukunftsfragen

Bei der 77. Kreissynode in der Kreuzkirche Lank-Latum standen Veränderungen der evangelischen Kirche zur Diskussion.

138 Synodale gehören zur Zeit der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen an. Vertreter aus 119 Synodalen fanden sich am Wochenende zur zweiten Tagung der 77. Kreissynode in der Kreuzkirche Lank-Latum zusammen. Auf der Tagesordnung standen – nach der Andacht der Meerbuscher Pfarrerin Susanne Pundt-Forst – 18 Punkte.

Grundsätzlich ging es auch darum, die Kirche den sich veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen anzupassen. „Die Kirche darf nicht so bleiben, wie sie ist – sonst bleibt sie nicht“, sagte Superintendent Burkhard Kamphausen. Anhand einer Studie werde deutlich, dass die Altersstruktur der Gemeindemitglieder älter ist als die in der Gesamtgesellschaft: Gemeinden, die mehr als 3000 Mitglieder hatten, zählen heute häufig nur noch 1800. Das macht sich negativ bei der Besetzung neuer Stellen bemerkbar. „Die Tendenz zur halben Stelle ist massiv. Es müssen Kooperationen geschlossen werden. Das ist nicht einfach, wir wollen keine Mega-Gemeinden,“ so der Superintendent.

Um eine Veränderung geht es beim Antrag des Presbyteriums der Gemeinde Straelen-Wachtendonk. Sie möchte vom Kirchenkreis Krefeld-Viersen in den Kirchenkreis Kleve wechseln. Grund ist die trennende A 40, die ein Zusammenwachsen der Gemeinden verhindert. Um die Zahl der Gemeindemitglieder zu stabilisieren, gilt es, junge Menschen zu interessieren. „Jugendarbeit wird dort, wo sich die Kirche um Zukunftsfragen wie den Klimawandel und die Bildungsentwicklung kümmert und sich damit als gesellschaftliche Größe darstellt, wahrgenommen“, so Axel Stein, erster Stellvertreter des Superintendenten.

Während der Tagung wurde auch der Stand der aufgesetzten Projekte beurteilt: „Sie kommen so voran, wie von uns gewünscht.“ Trotzdem gibt es „drängende Fragen“. Dazu gehören der Kindergartenbereich, die Pflegesituation und das Flüchtlingsthema. In diesem Zusammenhang versprach Kamphausen: „Wir kümmern uns um den Frieden. Diese Aufgabe steht ganz oben.“ Der Superintendent, seit 2009 im Amt und bis 2024 bestätigt, nutzte die Tagung, um Danke zu sagen. Er beendet seinen Dienst zum 1. Juli aus persönlichen Gründen. Das führt zur Diskussion, ob in Zukunft ein hauptamtlicher oder nebenamtlicher Superintendent gewählt wird. Darum soll es bei einer Sondersynode im März gehen. Auch ging es neben Berichten zu Immobilien und Personal um den Haushalt. Er wurde entlastet. mgö