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Kinder besuchen Traktoren-Hersteller Iseki

Kinder besuchen Traktoren-Hersteller Iseki

Beim Türöffner-Tag der „Sendung mit der Maus“ lernten 500 Gäste die Produktion kennen.

Einmal hinter die Kulissen einer Fabrik sehen, das ist für viele Kinder ein großer Traum. Am Dienstag wurde er für einige Jungen und Mädchen beim Traktoren-Hersteller Iseki aus Osterath wahr. Der öffnete im Rahmen des Türöffner-Tages der „Sendung mit der Maus“ seine Pforten. In den Hallen der Firma konnten die Kinder erleben, wie Traktoren zusammengebaut werden. „Die Kleinen sollen einmal sehen, was die Erwachsenen den ganzen Tag so machen“, sagte Marketing-Leiter Oliver Sticht.

„So viele Helfer hätte ich sonst auch gerne“, sagte Detlef „Didi“ Blaumeiser und schaute auf die Schar von 20 Jungen und Mädchen und 40 Erwachsenen, die sich neugierig um seinen Arbeitsplatz versammelt hatten. Ihnen erklärte er, welche Geräte wichtig sind und wie der Aufbau der Kabine auf dem Trecker funktioniert. Und mit seiner Hilfe durfte dann auch jedes Kind einmal in der Kabine auf dem Fahrersitz Platz nehmen, am Lenkrad drehen und die Hupe bedienen. „Huch, es regnet“, rief dann ein Junge, als Julius den Knopf für die Scheibenwischanlage drückte und die Umstehenden nass wurden.

Der Andrang war riesig. 500 Gäste, darunter 240 Kinder, zählten die Iseki-Mitarbeiter. „Wir mussten viele weitere Interessierte abweisen, weil wir eine größere Zahl an Gästen nicht hätten bewältigen können“, sagte Sticht. Acht Stunden lang führten die Mitarbeiter die Kinder alle 25 Minuten gruppenweise durch die Hallen. Die Kinder erlebten während des 90-minütigen Rundganges den Prozess vom Entwurf bis zum fertigen Traktor.

Sie erfuhren beispielsweise, dass beim Schweißen Stahlteile des Traktors miteinander verbunden werden: „Schweißen bedeutet bei Metal das, was bei Papier kleben ist“, hieß es erklärend. Und die Kinder erfuhren, wie der 3D-Drucker in der Prototypen-Fertigung funktioniert und wie präzise ein Schweißroboter bei den einzelnen Bauteilen arbeitet. Da staunten auch die Eltern, die mindestens ebenso viele Fragen hatten wie die Kinder.

Damit die kleinen Gäste sich an manchen Fertigungsstationen etwas unter dem Arbeitsschritt auch vorstellen konnten, wurde er mittels kleiner Filme erklärt.

Die Kinder durften sogar selbst mithelfen — beispielsweise dort, wo die Hydraulik erklärt wurde. Da hatte Kurt Beekmann-Graf eine kleine Anlage aufgebaut, an denen Julius (6), Kira (8) und Anouk (6) mit Begeisterung mehrere Hebel bedienten, um eine Palaverlampe anzuschalten. „Das macht Spaß, das ist echt cool“, sagte Julius.

Die Kinder waren beeindruckt von den Erlebnissen in der Fabrik. „Meine Tochter ist ein großer Maus-Fan. Was Iseki hier für die die Kinder aufgefahren hat, ist ganz schön beeindruckend“, sagte eine Mutter. Sticht erklärte, dass den Tag ein Organisationsteam aus 40 Mitarbeitern vorbereitet habe. „Die Resonanz war so gut, dass wir uns vorstellen können, das noch einmal zu wiederholen.“ Red