Kultur in Meerbusch Andrang beim japanischen Abend

Meerbusch · Die diesjährige Soirée war die größte, die der Kulturkreis je veranstaltet hat. Zu Gast war auch Generalkonsulin Setsuko Kawahara.

 Der Kimono-Club der Heinrich-Heine-Universität präsentierte verschiedene Kimono-Modelle.

Der Kimono-Club der Heinrich-Heine-Universität präsentierte verschiedene Kimono-Modelle.

Foto: RP/MKK

Seit Anfang dieses Jahrhunderts ist es für den Verein Meerbuscher Kulturkreis (MKK) Tradition, sich im Zweijahresrhythmus an mehreren Runden Tischen zum Austausch zusammenzusetzen und sich für Kulturen in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten zu öffnen. Auch wenn die Corona-Pandemie den Rhythmus durcheinandergewirbelt hat – in diesem November hat der MKK-Vorstand um den Vorsitzenden Lothar Beseler und seinen Stellvertreter Heribert Schween wiederum zur Soirée eingeladen. Das Versprechen, dass es ein „Japanischer Abend“ wird, hatte großes Interesse hervorgerufen. „Mit über 100 Besuchern ist diese Soirée die größte, die der MKK jemals veranstaltet hat“, stellt Lothar Beseler fest. Er begrüßte mit den Worten „Go resseki no minasama“ (deutsch: „Meine Damen und Herren“) die Gäste in der Festscheune des Bommers Küppershof am Rande der Osterather Felder. Neu war in diesem Jahr, dass diese größte Soirée – in Anwesenheit von Bürgermeister Christian Bommers (CDU) und seiner Ehefrau Stefanie – gemeinsam mit dem Freundeskreis der Städtepartnerschaft Meerbusch-Shijonawate veranstaltet wurde. Dass in diesem Zusammenhang auch die japanische Generalkonsulin Setsuko Kawahara begrüßt werden konnte, freute die Verantwortlichen. Die Generalkonsulin betonte in ihrem Grußwort in deutscher Sprache: „Heute ist eine Freundschaft, eine Partnerschaft wichtiger denn je. Meerbusch geht mit gutem Beispiel voran, diese Bemühungen fallen auf fruchtbaren Boden. Wir werden auch die wirtschaftlichen Beziehungen vertiefen.“

Lothar Beseler sprach die sich am Rhein verbreitenden japanischen Bräuche an: „Beim Japantag in Düsseldorf sehen wir junge Menschen, die sich als Manga-Figuren verkleiden. Vielleicht können wir heute mit der Generalkonsulin etwas teilhaben an den Geheimnissen Japans.“ Ebenfalls anwesend war die Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft am Niederrhein, Pia Tomoko Meid. Dazu sagte Lothar Beseler: „Ihre Gesellschaft hat die für Japan und Deutschland wichtige Aufgabe übernommen, die Beziehungen insbesondere in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern.“ Auf dieser Basis bewegt sich auch Yurie Takagi, die seit 1971 in Deutschland lebt und in der Städtepartnerschaft Meerbusch/Shijonawate seit der Gründung im Dezember 2010 erfolgreich als Vorsitzende agiert. Das besondere Engagement trifft ebenfalls für die frühere Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage zu. Sie hat sich wie aktuell Christian Bommers stets für den Freundeskreis der Städtepartnerschaft mit der japanischen Partnergemeinde Shijonawate eingesetzt.

Zwischen den offiziellen Teilen des MKK-Abends gab es Gelegenheit, an den festlich gedeckten Tischen ins Gespräch zu kommen. Dekoriert waren die Tische mit Servietten, um die grüne Schleifen als Symbol für das Grün der Fahne von Shijonawate gebunden waren. In einem Workshop mit Yuko Watanabe-Kessler waren außerdem die Ikebana-Sträuße entstanden. Auch die auf dem Buffet bereitgestellten europäischen Speisen fanden Zuspruch. Zum Programm gehörte auch ein Auftritt des Miyabi-Ensembles mit Yuko Kojima, Tomoko Schmidt und Yoshiko Hara. Die Klänge an der japanischen Bambusflöte, der Koto und der Taiko-Trommel bestärkten das asiatische Flair. Am Ende des Abends steht für Lothar Beseler und Heribert Schween fest: „Der MKK hat mit dieser Soirée dafür gesorgt, dass sich die Freundschaft zwischen Shijonawate und Meerbusch weiter festigt.“

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