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Handgemachtes vom Kreativmarkt Meerbusch

Freizeit in Meerbusch : Eine Plattform für einen Kreativmarkt

Adventsdekorationen und Weihnachtsplätzchen waren gestern. Jetzt präsentieren sich Osterhasen und Kartoffelbrot auf der Online-Plattform von Andrea Schöps.

Mit ihrer Idee, einen virtuellen Adventsmarkt für Meerbusch und Umgebung auf Facebook ins Leben zu rufen, hat Andrea Schöps im vergangenen Jahr einen Volltreffer gelandet. Die kreative, dreifache Mutter aus Langst-Kierst kam darauf, da coronabedingt alle Advents- und Weihnachtsmärkte auch in Meerbusch abgesagt worden waren. „Auch ich wollte mit meinen selbstgenähten Produkten auf den Märkten vertreten sein, und wurde dann – wie viele andere auch – in meinem Schaffensdrang ausgebremst,“ erinnert sich die gelernte Näherin. Durch den Kontakt zu anderen Müttern und Teilnehmerinnen aus ihren früheren Nähkursen wusste sie, dass sowohl kreative Mitstreiterinnen auf neue Absatzmärkte warteten, als auch von dem großen Interesse bei den Käufern, die Handgemachtes schätzen. „Mit dem großen Erfolg, den die Seite dann schon nach wenigen Tagen hatte, habe ich aber nicht gerechnet“, sagt die Initiatorin.

Erste Oster-Artikel sind
auf der Seite platziert

Über 680 Teilnehmer hatten sich als Mitglied registrieren lassen und waren ob der neuen kreativen Plattform sehr dankbar. Anbieter und Käufer waren mehr als zufrieden, die Abwicklung der Geschäfte, die Zahlung und die Lieferung, oftmals frei Haus in der Nachbarschaft, liefen reibungslos. „Was mich auch sehr freut, alles läuft freundlich und harmonisch ab. Auf unserer Seite gibt es keine bösen Worte oder Kommentare“, sagt Andrea Schöps. Doch nun haben Weihnachtsmann, Strickmützen und Co. ausgedient. Kurzerhand formierte Andrea Schöps den „Virtuellen Weihnachtsmarkt Meerbusch“ in den „Kreativmarkt Meerbusch“ um. Und alle Anbieter sind dabei geblieben. Mehr noch: Sogar neue sind dazu gekommen. 1189 Mitglieder hat die öffentliche Gruppe bereits, Tendenz steigend. Und die liebevoll von rund 40 Anbietern hergestellten Produkte reichen von Holzarbeiten über Seife, Honig und frischem Kartoffelbrot bis hin zu Genähtem, Gestricktem oder Gehäkeltem. Auch die ersten Oster-Deko-Artikel haben sich mit Hase und Ei schon auf der Seite platziert.

„Natürlich geht es jetzt etwas ruhiger zu als noch vor Weihnachten, aber hübsche Geschenkartikel zur Taufe, Kommunion oder Hochzeit werden immer gebraucht. Und aus der Nachbarschaft sind sie noch schöner“, so Andrea Schöps. Dabei ist die Kontaktaufnahme zwischen Kunde und Anbieter denkbar einfach: über PN bei Facebook oder über die Homepage der Verkäufer. Mit ihren eigenen Produkten wie Canvas-Taschen und kuscheligen Babydecken ist die Administratorin der Seite auch auf ihrer Interntseite TiLuLy vertreten sowie bei den Onlineshops Etsy und Kasawu.Auch wenn die Geschäfte dank Corona – Stichwort Alltagsmasken – gut laufen, sagt Schöps: „Ich brauche den Kontakt zu den Menschen.“ Deshalb steckt sie nun in der Planung für mobile Nähkurse. Sie will bei den Leuten vor Ort, ob Neuanfänger oder Wiedereinsteiger, unter Einhaltung der Hygienevorschriften Unterricht abhalten. Bei Bedarf stellt sie eine Leihnähmaschine zur Verfügung und bringt Schnittmuster und Stoffe mit. Auch für Kinder soll es mobile Heim-Nähkurse geben, wenn es die Pandemielage zulässt. Denn Schöps betont: „Kreatives Nähen macht den Kopf frei.“