GWG baut in Meerbusch zwei Mehrfamilienhäuser mit zwölf Wohnungen

Neubau an der Uerdinger Straße : GWG errichtet zwei neue Wohnhäuser

Der Grundstein an der Uerdinger Straße in Lank-Latum ist gelegt. In 14 Monaten sollen die ersten Mieter einziehen können.

Und Geduld lohnt sich doch. Das beweist das aktuelle Bauprojekt der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (GWG) an der Uerdinger Straße in Lank-Latum. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die GWG das 2561 Quadratmeter große Grundstück erworben. Zwischendurch standen dort kleinere Häuser, die aber irgendwann wieder abgebrochen wurden. In den vergangenen 20 Jahren jedoch – vielleicht sogar noch länger, wie GWG-Vorstand Michael Ach vermutet, war dort einfach nur Wiese.

„Wir konnten dort all die Jahre nicht bauen, weil es Probleme mit der Erschließung gab“, erzählt Michael Ach. „Aber mein Vorgänger Diether Thelen hat es schließlich in 17 Amtsjahren geschafft, so dass nun doch dort gebaut werden kann.“ Gemeinsam mit der Stadtverwaltung Meerbusch habe man die Probleme lösen können, Ende Oktober war Baubeginn. „Es läuft gut bislang“, sagt Michael Ach. „Beim vorderen Haus sind wir sogar schon aus dem Keller raus.“

Das entsteht derzeit auf den Grundstücken Uerdinger Straße 170 und 172: Zwei quer hintereinander, leicht versetzt stehende Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs barrierefreien Wohnungen in Wohnungsgrößen zwischen 67 und 116 Quadratmeter. Die sechs Wohnungen je Haus verteilen sich so: Im Erdgeschoss gibt es eine rollstuhlgerechte Zwei-Zimmer-Wohnung (67 qm) und eine Vierzimmerwohnung (116 qm). Im Obergeschoss sind zwei Drei-Zimmer-Wohnungen (je 89 qm) und im voll ausgebauten Dachgeschoss sind zwei Zwei-Zimmer-Wohnungen (je 75 qm). Zu den Erdgeschosswohnungen gehört eine Terrasse, im Obergeschoss gibt es Balkone Richtung Westen und im Dachgeschoss eine Dachterrasse.

Der Krefelder Architekt Martin Sulke erklärt: Die beiden baugleichen, voll unterkellerten Häuser haben jeweils zwei Vollgeschosse und ein zurückspringendes Dachgeschoss. Für das Mauerwerk werden die in der Region üblichen Klinkerriemchen verwendet. Das Dachgeschoss ist mit hellgrauen Eternitplatten verblendet. Außerdem gibt es in jedem Haus einen Großraum-Aufzug, in dem die Mieter beispielsweise auch bequem ihre Fahrräder in den Keller bringen können. Die Heizenergieversorgung der Häuser erfolgt über eine Erdwärmepumpe. Alle Wohnungen haben Fußbodenheizung sowie eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. „Damit erfüllen sie die Kriterien des Passivhausstandards“, betont Sulke und ergänzt: „Über die Fußbodenheizung ist im Sommer auch eine Kühlung der Wohnungen möglich.“ Zu beiden Mehrfamilienhäusern gehören insgesamt 18 Stellplätze, die das Grundstück zur Straße hin „abschließen“. Die Stellplätze sind überdacht und bekommen begrünte Dächer. Auch an Leerrohre für E-Ladestationen haben die Planer gedacht.

In etwa 14 Monaten sollen die ersten Mieter einziehen, die sich laut GWG-Aufsichtsratsvorsitzendem Günter Werner auf „einen Mietpreis im unteren Bereich des ortsüblichen Rahmens“ einstellen können, heißt: zwölf Euro pro Quadratmeter. Das Bauvorhaben ist frei finanziert und steht damit allen Wohnungssuchenden zur Verfügung. „Bezahlbarer Wohnraum ist rund um Düsseldorf ein knappes Gut, wir möchten etwas dafür tun.“ Besonders bei Senioren und Familien sei die Nachfrage in Meerbusch groß.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage, die am Donnerstag bei der Grundsteinlegung dabei war, bedankte sich für das Engagement und die verlässliche Zusammenarbeit mit der GWG, die aktuell in vier Meerbuscher Stadtteilen baut. Die Verwaltungschefin lobte die Pläne von Architekt Sulke und bezeichnete die beiden Mietshäuser als „Gebäude für die gutbürgerliche
Mitte“.